Das Gewinner-Foto 2018 aus Italien. Foto: privat

KLEVE. Ein Halbmond aus pinken Untersuchungshandschuhen liegt auf dem Boden. Darunter berührt eine Frau mit den gleichen pinken Untersuchungshandschuhen vorsichtig ihr Gesicht. Die Botschaft: „Es gibt magische Hände, die Leben retten können.“ Das Bild aus Italien hat im vergangenen Jahr den europaweiten „Pink Glove Fotowettbewerb“ von Medline gewonnen. Auch in diesem Jahr ruft der Medizinprodukte-Lieferant zum europaweiten Foto-Wettbewerb auf, der das Bewusstsein für die Brustkrebs-Früherkennung fördern soll. Teilnehmen können alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen.

Seit 2009 macht die Medline Industries viele Krebsstationen weltweit etwas bunter. „Die meisten Untersuchungshandschuhe sind ja weiß oder grün. Durch die Einführung der pinken Untersuchungshandschuhe wurde der Grundstein für die Kampagne zur Brustkrebs-Früherkennung gelegt“, sagt Lisa Henneboh-Riepe, die für den Konzern am Standort in Kleve im Marketing arbeitet.

Ermutigung und Unterstützung

Pink steht bereits seit vielen Jahren für Brustkrebs, weshalb Medline die Farbe auch für die Handschuhe gewählt hat. „Sie sollen ein Symbol für Ermutigung und Unterstützung sein“, sagt Henneboh-Riepe. Immerhin erkranke eine von acht Frauen vor ihrem 85. Lebensjahr an Brustkrebs. „Ich glaube, dass wirklich fast jeder in seinem Bekannten- oder Freundeskreis mindestens eine Betroffene kennt. Es kann wirklich jeden treffen“, sagt Henneboh-Riepe.

Für eine gute Heilungschance sei eine möglichst frühe Erkennung der Erkrankung wichtig. Dazu gehören aber nicht nur regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen beim Arzt, sondern auch das regelmäßige Abtasten der eigenen Brüste, um Veränderungen des Gewebes schnellstmöglich zu erkennen. Darauf möchte der „Pink Glove Fotowettbewerb“ von Medline aufmerksam machen.

Leichter ins Gespräch kommen

In immer mehr Krankenhäusern oder Arztpraxen werden deshalb die pinken Handschuhe als Zeichen für die Brustkrebs-Früherkennung eingesetzt. „Ärzte oder Mitarbeiter kommen durch sie manchmal leichter und ungehemmter ins Gespräch. Sie haben sofort ein Gesprächsthema“, berichtet Henneboh-Riepe. Für Erkrankte mache dies die Situation oftmals leichter.

Lisa Henneboh-Riepe und Stephanie Morrissey von Medline vor der Fotowand mit den besten Bildern der vergangenen Jahre. NN-Foto: SP

Auch der „Pink Glove Wettbewerb“, der weltweit durchgeführt wird, setzt daran an. 2013 führte ihn Medline im Rahmen eines Tanz-Wettbewerbes in Europa erstmalig durch. Brustkrebs-Betroffene und Mitglieder von Organisationen haben dabei die pinken Handschuhe angezogen und in Tanzvideos auf die Brustkrebs-Früherkennung aufmerksam gemacht. „Für Betroffene war dies eine schöne Gelegenheit sich von ihrem Alltag einmal abzulenken“, sagt Henneboh-Riepe.

Da die Erstellung eines Tanz-Videos aber oftmals einen hohen Aufwand bedeutet, habe sich Medline 2016 dazu entschieden, aus dem Tanz- einen Fotowettbewerb zu machen. Seitdem senden die Teilnehmer aus ganz Europa ein kreatives Foto mit den pinken Untersuchungshandschuhen ein. Das Ziel, die Aufmerksamkeit für das Bewusstsein für eine Brustkrebs-Früherkennung zu steigern, ist dagegen dasselbe geblieben.

Anmeldung bis zum 6. September

In den ersten drei Jahren des Foto-Wettbewerbs haben mehr als 500 Teilnehmer insgesamt 97 Fotos eingereicht. Alle möglichen medizinischen Institute oder Organisationen wie Krankenhäuser, Arztpraxen, Altenheime oder Physiotherapiepraxen können kostenfrei mitmachen und sich noch bis zum 6. September für den europaweiten Wettbewerb online unter www.medline.eu/pink2019 anmelden. Bei den Fotos dürfen auch Patienten die Mitarbeiter vor und hinter der Kamera unterstützen. Medline schickt nach erfolgter Anmeldung für alle Teilnehmer ausreichend pinke Untersuchungshandschuhe raus. Der Kreativität sind anschließend keine Grenzen gesetzt – wichtig ist lediglich, dass die pinken Untersuchungshandschuhe mit eingesetzt wurden.

Abstimmung auf Facebook

Bis zum 25. September müssen die Fotos dann inklusive einer kleinen Beschreibung eingereicht werden. Vom 14. bis zum 21. Oktober können dann alle Interessierten auf der Facebook-Seite des Wettbewerbs (Pink Glove Photo Competition) für die ihrer Meinung nach schönstens Fotos abstimmen. Die drei Teilnehmer, welche für ihre Fotos die meisten „Gefällt mir“-Angaben erhalten haben, dürfen anschließend ihre Preisgelder in Form einer Spende an eine Brustkrebsorganisation ihrer Wahl vergeben. „Wir wollen mit dem Wettbewerb auch nachhaltig etwas bewirken“, sagt Henneboh-Riepe.