Kevelaer Stolperstein für Maria Wackers. © gerhard seybert Für die Publizierung dieses Fotos im Internet, oder anderen Medien (Druck oder elektronisch) bedarf es einer Lizenzierung. c/o: Gerhard Seybert St.-Nikolaus-Straße 6 47608 Geldern 02831/8585 0171/3432788 Germany Phone: +49 171/3432788 +49 2831/8585 www.derpressefotograf.de

KEVELAER. Tief bewegt zeigte sich Elisabeth Wackers von der großen öffentlichen Anteilnahme an der Verlegung eines Stolpersteines in Kevelaer, mit dem nun an das Schicksal ihrer im Januar 1945 in der Landesheilanstalt Uchtspringe im Alter von 39 Jahren ermordeten Mutter Maria Wackers erinnert wird (die NN berichteten in ihrer Ausgabe von Samstag, 19. November).

Tochter Elisabeth Wackers hielt eine kurze, bewegende Ansprache. NN-Foto: Gerhard Seybert
Tochter Elisabeth Wackers hielt eine kurze, bewegende Ansprache.
NN-Foto: Gerhard Seybert

Der Künstler Gunter Demnig verlegte den Stein in Form einer Gedenktafel aus Messing vor dem einstigen Wohnhaus der Eheleute Maria und Josef-Franz Wackers auf der Maasstraße 35 in Kevelaer. Damit solle der Unrechtskultur des Nationalsozialistischen Regimes eine Erinnerungskultur entgegen gesetzt werden, so Elisabeth Wackers in ihrer Ansprache. Die Verlegung der Stolpersteine sei bewußt keine Massenverlegung, um so der einstigen Massenvernichtung von Menschen etwas entgegen zu setzen. „Wir geben den Opfern mit dem Gedenken posthum ihre Würde zurück”, sagte Elisabeth Wackers. Kevelaers Bürgermeister Dr. Dominik Pichler berichtete über das Schicksal von Maria Wackers, das sie aufgrund eines Nervenzusammenbruchs in die Landesheilanstalt Uchtspringe eingeliefert worden sei und auf deswegen gleich als „geisteskrank” eingestuft und ermordert worden sei. „Da ist eine sehr tragische Geschichte. Sie geht mir sehr nahe”, so Pichler. „Es war ein völlig überflüssiger Tod”. Kevelaers Wallfahrtsrektor Lohmann mahnte die Anwesenden, zu denen auch eine Gruppe von Schülern des Kevelaerer Kardinal-von-Galen-Gymnasiums zählte, zur Achtsamkeit gegenüber jeder Form von Extremismus. Lohmann zelebrierte den anschließenden Gedenkgottesdienst, in dem aller Opfer von Gewalt und Terror auf der ganzen Welt gedacht wurde.