Zwischenstand zur Kommunalen Wärmeplanung in Geldern
Stadt lädt zur Informationsveranstaltung ein
GELDERN. Wie kann die Wärmeversorgung in Geldern klimafreundlich und bedarfsgerecht gestaltet werden? Welche Auswirkungen hat die kommunale Wärmeplanung auf die eigene Immobilie und was bedeuten die aktuellen gesetzlichen Vorgaben für Verbraucher?
Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die Stadt Geldern bei einer Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung am Mittwoch, 30. September, um 18 Uhr im BürgerForum, Issumer Tor 36. Eingeladen sind alle Bürger der Stadt Geldern. Interessierte können sich unter folgendem Link zur Veranstaltung anmelden: https://pretix.eu/Geldern/waermeplanung/.
Anlass für die Veranstaltung sind die gesetzlichen Vorgaben zur Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung. Diese soll aufzeigen, wie die Gebäude in Geldern künftig mit Wärme versorgt werden können und welche Heizlösungen sich für die verschiedenen Stadtgebiete anbieten. Die Untersuchung zeigt damit mögliche Wege auf, trifft aber noch keine Entscheidung über deren spätere Umsetzung.
Wärmeversorgung als wichtiger Baustein für die Klimaziele
Der Bereich „Gebäude und Energie“ hat einen hohen Anteil an den CO₂-Emissionen und damit eine hohe Relevanz für den Klimaschutz. Auf dem Weg zur Klimaneutralität kommt der Frage, wie Gebäude mit Wärme versorgt werden, daher eine zentrale Bedeutung zu. Mit dem sogenannten Wärmeplanungsgesetz (WPG) hat der Bund einen verbindlichen Rahmen für eine flächendeckende Wärmeplanung geschaffen.
Das Landeswärmeplanungsgesetz NRW setzt diese Vorgaben für Nordrhein-Westfalen um und regelt die kommunale Wärmeplanung als strategisches Instrument für die zukünftige Wärmeversorgung. In Geldern muss die kommunale Wärmeplanung bis zum 30. Juni 2028 erstellt werden.
Die Stadt Geldern hat sich bereits frühzeitig mit der zukünftigen Wärmeversorgung befasst. Im Jahr 2024 wurde gemeinsam mit der Fachhochschule Münster und den Stadtwerken Geldern ein „Masterplan Wärme“ erarbeitet. Dabei wurde untersucht, wie Gebäude in Geldern heute mit Wärme versorgt werden, welche erneuerbaren Wärmequellen künftig genutzt werden könnten. Bei der Infoveranstaltung soll jetzt der Zwischenstand präsentiert und Fragen der Bürger beantwortet werden.
Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Datengrundlagen fließen nun in die gesetzlich vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung ein. Diese knüpft an die bestehenden Arbeiten an, vertieft sie und überführt sie in den gesetzlich vorgegebenen Planungsrahmen.
Vortrag geplant
Zu Gast sein wird Diplom-Geograph Hinnerk Willenbrink von der Fachhochschule Münster, der die Erstellung des „Masterplans Wärme“ in Geldern begleitet hat. In seinem Vortrag wird er die Grundlagen und Ziele der kommunalen Wärmeplanung erläutern, die gesetzlichen Rahmenbedingungen einordnen und anhand des „Masterplans Wärme“ zeigen, welche Erkenntnisse für Geldern bereits vorliegen und wie diese in die weitere Wärmeplanung einfließen können.
Die Informationsveranstaltung findet auf Antrag der Grünen-Fraktion statt. Individuelle
Beratung durch die Verbraucherzentrale
IImAnschluss an den Vortragsteil steht im Foyer ein Energieberater der Verbraucherzentrale NRW für persönliche Gespräche zur Verfügung. Am Informationsstand können Fragen zur eigenen Heizung, zu energetischen Sanierungsmaßnahmen, zum Einsatz erneuerbarer Energien oder zu Fördermöglichkeiten direkt angesprochen werden.
Auch unabhängig von der Veranstaltung bietet die Stadt Geldern gemeinsam mit der Verbraucherzentrale regelmäßig eine kostenfreie telefonische Energieberatung an. Die Beratung dauert rund 45 Minuten und umfasst unter anderem Fragen zu Heizungstausch, Wärmepumpen, Energiesparen, erneuerbaren Energien und Fördermöglichkeiten. Termine werden über die Stadt Geldern vermittelt und können vormittags unter Telefon 02831/398308 oder per E-Mail an energieberatung@geldern.de vereinbart werden. Die nächsten Beratungstermine finden am 13. Oktober, 3. November, 24. November und 15. Dezember statt.
Janine Segref (l.) und Marlene Riegler vom Bereich Umwelt, Klima, Mobilität freuen sich über eine rege Teilnahme. Foto: Stadt Geldern/Leeder