Wort-Montag in Haldern: Entdeckte Briefe enthüllen Familiengeschichte
„Tante Ruth“ – eine Familiengeschichte aus Rees“: Carla Gottwein liest unveröffentlichte Erzählung über Tante Ruth im Halderner Theater
HALDERN. Eine Lesung einer bislang unveröffentlichten Geschichte, die Carla Gottwein über ihre Tante Ruth geschrieben hat, findet am Montag, 21. September, um 19 Uhr im Rahmen der Reihe „Wort-Montag“ im Theater in Haldern, Klosterstraße 15, statt.
Anfang diesen Jahres fand die Autorin einen Brief, den ihr Vater Bruno Leineweber im März 1945 an seine älteste Schwester Ruth im Schwarzwald aus dem Lazarett in Russland geschrieben hatte. Danach forschte Carla Gottwein weiter in den Nachlässen der Großeltern, der Eltern und zweier Tanten, die alle im Wohnhaus der Familie in Rees lagern.
Ruth Leineweber, die im Fokus der Recherche steht, war eine Außenseiterin in der Familie oder vielmehr wurde dazu gemacht. Sie hat zahlreiche Briefe und Karten, die zwischen 1944 und 1985 datiert sind, aufbewahrt. Hinzukommen Fotos und Dokumente aus der Zeit. Besonders interessant die Briefe, die sie zwischen 1944 und 1947 von der Familie aus Rees bekam. Die Bombardierungen, die Zerstörungen und die Evakuierung der Familie auf einen Bauernhof in Heeren-Herken sind eindrücklich geschildert.
Carla Gottwein möchte in der Theaterwerkstatt in Haldern nun einige Kapitel des außergewöhnlichen Lebensweges ihrer Tante anhand eines Prosatextes und einiger Briefe vorstellen.
Der Eintritt ist frei, Einlass um 18.30 Uhr. Reservierung unter Telefon 01573/8910085 und per E-Mail an siljaboehling-buhl@web.de.
Eine alte Aufnahme von Ruth Leineweber (M.). Foto: privat