"Michael Verfürth und Merle Gemke auf dem Spielplatz Hüfgen, umgeben von jungen Bäumen, Kleve"
14. September 2026 · Kleve

Wo Kinder spielen, spenden Bäume Schatten

Seit 2023 wurden in Kleve insgesamt 122 neue Baumstandorte geschaffen

KLEVE. Die Stadt Kleve sorgt auf ihren Spielplätzen nach und nach für mehr natürliche Verschattung. Seit 2023 wurden dort insgesamt 122 neue Baumstandorte geschaffen, für das Jahr 2027 sind weitere 27 Baumstandorte geplant. So setzt die Stadt Kleve ihren Weg zu klimaangepassten und attraktiven Spielplätzen auch in Zukunft konsequent fort.

Ein Spielplatz soll ein Ort sein, an dem Kinder unbeschwert toben, entdecken, klettern und ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Aber auch Eltern und Großeltern sollen sich dort wohlfühlen. Angesichts zunehmend heißer und trockener Sommer hat die Verschattung von Spielflächen einen immer größeren Einfluss auf die Aufenthaltsqualität der Plätze. Die Stadt Kleve setzt deshalb ihren politischen Auftrag zur natürlichen Verschattung der Spielflächen in der Schwanenstadt um und investiert langfristig in einen schattenspendenden Baumbestand, der die Spielplätze in den kommenden Jahren kühler und angenehmer machen soll.

Allein im Jahr 2025 konnten auf sieben Spielplätzen insgesamt 55 neue Baumstandorte geschaffen werden. Gepflanzt wurden trockenheitsresiliente sowie überwiegend heimische oder besonders insektenfreundliche Baumarten. Im laufenden Jahr wurden und werden die Pflanzungen fortgesetzt. Auf vier weiteren Spielplätzen sind insgesamt 25 neue Baumstandorte vorgesehen. Die jungen Bäume sind dabei eine Investition in die Zukunft. Was heute noch als kleiner Baum gepflanzt wird, kann sich in den kommenden Jahren zu einem natürlichen Sonnenschirm und damit zu einem wichtigen Baustein für kinderfreundliche und klimaangepasste Spielplätze entwickeln. „Ein Baum spendet Schatten, verbessert das Kleinklima, bietet Lebensraum für Tiere und macht einen Spielort über die Jahre immer attraktiver“, erklärt Michael Verfürth, Grün- und Spielplatzplaner der Stadt Kleve. „Als Vater weiß ich natürlich auch aus ganz persönlicher Sicht, wie wichtig es ist, dass Kinder draußen spielen können und dabei nicht durchgängig der prallen Sonne ausgesetzt sind. Genau solche Orte wollen wir schaffen: Spielplätze, auf denen Kinder gerne und lange bleiben und an denen sich auch die Eltern wohlfühlen.“

Seit 2023 wurden damit insgesamt 122 neue Baumstandorte auf Klever Spielplätzen geschaffen. Im Jahr 2027 sollen 27 weitere Standorte folgen. Jeder gepflanzte Baum ist dabei eine langfristige Investition in ein angenehmeres Klima und eine höhere Aufenthaltsqualität auf Klever Spielplätzen. Denn ein neu gepflanzter Baum entfaltet seine Wirkung nicht sofort. Natürliche Verschattung braucht Zeit. Bäume müssen wachsen und ihre Kronen entwickeln, bis sie schließlich ein dichtes Blätterdach ausbilden. Umso wichtiger ist es, heute bereits beste Voraussetzungen für die Zukunft zu schaffen. „Wir schaffen mit den neuen Baumstandorten keine kurzfristige Lösung, sondern nachhaltige Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte“, erklärt Merle Gemke, Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Kleve. „Die Kinder, die heute unter einem frisch gepflanzten Baum spielen, sitzen vielleicht in einigen Jahren mit ihren eigenen Kindern unter den kühlenden Kronen stattlicher Bäume.“

Zusätzliche Unterstützung kam durch das 2025 abgeschlossene Baumspendenprogramm der Stadt Kleve. In den vergangenen zwei Jahren konnten dadurch auf drei Spielplätzen weitere neun Baumstandorte angelegt werden. Das Programm zeigt, welchen Beitrag bürgerschaftliches Engagement zur Entwicklung einer grünen und lebenswerten Stadt leisten kann.

Grün- und Spielplatzplaner Michael Verfürth mit Kleves Klimaanpassungsmanagerin Merle Gemke zwischen den jungen Bäumen auf dem Spielplatz Hüfgen in Materborn. Foto: Stadt Kleve