Mitarbeitende in der Suchthilfe der Diakonie: Angelika Rieck, Petra van Bergen, Melanie Seier, Tim Rambach und Yevgeniy Steinhauer.Foto: privat
10. Februar 2025 · Geldern

Was hat ein Elch mit einer Suchterkrankung zu tun?

Diakonie beteiligt sich an Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien

GELDERN. Die Diakonie im Kirchenkreis Kleve nimmt an der Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien teil. Unter #Ichwerdelaut finden deutschlandweit vom 16. bis 22. Februar Aktionen statt. Die COA-Aktionswoche (children of addiction) thematisiert eine Woche lang Kinder aus suchtbelasteten Familien in der Öffentlichkeit und in den Medien, damit deutlich wird: Mehr als 2,6 Millionen Kinder in Deutschland leiden unter den Suchtproblemen ihrer Eltern.

Was hat nun ein Elch mit Sucht zu tun? Die Geschichte „Der Elch im Wohnzimmer“ (NACOA Deutschland) verdeutlicht, wie es ist, mit Sucht in der Familie zu leben. Der Elch symbolisiert die Suchterkrankung. Er stört den Familienalltag: Er engt ein, steht im Weg und macht Dreck, der schnell beseitigt wird. Denn es darf ja keiner wissen, dass der Elch mit im Haus wohnt. Ohne dies deutlich zu sagen, ist jedem klar: Es ist bei größter Strafe verboten, über den Elch zu reden. So wie mit dem Elch zu leben, ist es für Kinder, mit einem oder zwei suchterkrankten Elternteilen aufzuwachsen.

Die Diakonie im Kirchenkreis Kreis Kleve plant zur Aktionswoche folgende Veranstaltungen: Mitarbeitende besetzen einen Infostand auf dem Parkplatz von Edeka Brüggemeier in Geldern am Montag, 17. Februar, zwischen 10 und 15 Uhr. Ziel der Gespräche dort ist unter anderem die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und Suchterkrankungen zu entstigmatisieren. Suchterkrankte brauchen weder falsche Schuldzuweisungen noch Schweigen – sie brauchen Hilfe.

Mitarbeitende der Diakonie sind während einer Telefonsprechstunde am Dienstag, 18. Februar, in der Zeit von 12.30 bis 13.30 Uhr erreichbar unter Telefon 02831/9130844.

Des Weiteren haben sich Diakonie-Mitarbeitende an die Kindergärten und Kindertageseinrichtungen im Südkreis Kleve gewandt, um die Fachkräfte zu diesem Thema mittels Fortbildungen zu sensibilisieren. Der Gedanke dabei ist, je früher Kinder aus suchtbelasteten Familien gesehen werden, desto besser können sie in ihrer Entwicklung unterstützt werden.

Wer mehr über das Thema erfahren möchte, besucht die Diakonie an ihrem Stand oder ruft in der Telefonsprechstunde an. Zudem kann die Diakonie auch außerhalb der Aktionswoche kontaktiert werden. Kontakt unter: seier@diakonie-kkkleve.de oder rambach@diakonie-kkkleve.de.

Mitarbeitende in der Suchthilfe der Diakonie: Angelika Rieck, Petra van Bergen, Melanie Seier, Tim Rambach und Yevgeniy Steinhauer.Foto: privat