"Vereinsmitglieder im Waldgarten Emmergrün bei Emmerich, nachhaltige Gartenarbeit, Gemeinschaftsprojekt"
15. Juni 2026 · Emmerich

Waldgarten sucht Mitglieder

Die Idee: Gemeinsam säen, pflanzen und ernten

EMMERICH. Seit ungefähr einem Jahr gibt es in Emmerich den Verein Waldgarten Emmergrün. Mittlerweile verfügt der Verein über ein gepachtetes Grundstück, das sich nach und nach zu einem Waldgarten mit biologischem Gemüsegarten entwickelt. Bereits zuvor gab es mehrere Obstbäume und Beerensträucher, doch inzwischen wurden weitere gepflanzt. Auch der Gemüseanbau ist in vollem Gange: Im Gewächshaus wachsen Tomaten, Paprika und Auberginen. Im Freiland gedeihen unter anderem Kartoffeln, Kürbisse, Möhren, Kohlrabi und Erdbeeren, und weitere Kulturen sollen noch hinzukommen. Zudem gibt es bereits einen kleinen Kräutergarten.

Die Idee des Vereins ist, dass die Mitglieder gemeinsam säen, pflanzen und ernten – jede und jeder so viel, wie sie oder er kann und möchte. „Es wäre schön, wenn sich noch mehr Menschen anschließen würden, sodass man im Garten Gleichgesinnte treffen und gemeinsam arbeiten kann“, sagt Sabine Kroeze, 1. Vorsitzende von Waldgarten Emmergrün. „Die gemeinsame Arbeit im Garten macht wirklich Freude. Wenn man alles allein erledigen muss, kann die Arbeit mühsam sein. Zusammen geht vieles schneller, und man fühlt sich miteinander verbunden. Außerdem kann man beruhigt in den Urlaub fahren, ohne Angst haben zu müssen, dass das Gemüse vertrocknet – dann übernehmen die anderen das Gießen. Da der Garten zuvor größtenteils ein Ziergarten war, ist er zudem besonders schön. Im Moment blühen überall Rosen und andere Sommerblumen.“

Mittlerweile wirkt der Garten recht wild. Da jedoch nach den Prinzipien der Permakultur gearbeitet wird, ist dies eher ein Vorteil. Lässt man der Natur ihren Lauf, entsteht immer mehr Leben, und der Boden wird zunehmend fruchtbarer. Permakultur bedeutet unter anderem, den Boden nicht umzugraben und möglichst viele Materialien aus dem eigenen Garten zu nutzen – zum Mulchen, als Stützhilfe, Dünger oder Heilmittel. Auch sogenanntes Unkraut darf an vielen Stellen stehen bleiben. Viele Pflanzen, die wir als Unkraut bezeichnen, sind wertvoll für den Boden sowie für Bienen und andere Insekten. Warum sollte man sie also alle ausreißen? Ein weiteres Prinzip der Permakultur lautet: „Sorge für die Erde!“ Daher achten wir darauf, die Natur nicht durch Giftstoffe oder umweltschädliche Materialien zu belasten und möglichst ressourcenschonend zu arbeiten. Es bedeutet auch dass wir den Garten mit anderen Lebewesen teilen und ihnen ebenfalls Raum zum Leben geben – nicht nur den Arten, die wir besonders hübsch finden. Natürlich achten wir darauf, dass sich bestimmte Pflanzen wie Gras oder Hopfen nicht unkontrolliert ausbreiten und das Gemüse nicht überwuchert wird. So entsteht nach und nach eine grüne Oase für Mensch und Natur.

Wer Interesse hat mitzumachen, findet weitere Informationen auf der Website www.emmergruen.de, kann eine E-Mail an emmergruen@gmail.com schreiben oder Kontakt mit Sabine Kroeze aufnehmen (Telefon 02822/ 981393).

Seit ungefähr einem Jahr gibt es in Emmerich den Verein Waldgarten Emmergrün. Foto: Waldgarten Emmergrün