Wahlliste für den ersten Integrationsrat in Geldern
SPD Fraktion unterstützt die Gruppe „A.A.A.“
GELDERN. Zeitgleich zur Kommunalwahl findet in Geldern die Wahl für einen Integrationsrat statt, der Zuwanderern sowie Deutschen mit Migrationshintergrund in der Gelderner Kommunalpolitik eine Stimme geben soll.
Für diese Wahl hat sich die Liste „A.A.A. – Ankommen. Akzeptanz. Aufbauen“ gebildet. Sie besteht aus Menschen, die erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind, sich hier eine neue Existenz aufgebaut haben und sich teilweise bereits ehrenamtlich einbringen. Die SPD hat nun angekündigt, die Gruppe „A.A.A.“ bei der Wahl zu
unterstützen.
Neben der A.A.A und weiteren Privatpersonen sowie Bürgergruppen, haben auch die CDU und AFD Fraktionen der Stadt Geldern einige Parteimitglieder zur Wahl aufgestellt. Lars Aengenvoort, Vorsitzender der SPD Geldern sieht dies kritisch und betont: „Es ist befremdlich zu sehen, dass CDU und AfD teilweise Leute ins Rennen schicken, die auf den ersten Blick mit Migration nichts zu tun haben. Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, die Betroffenen könnten nicht für sich selbst sprechen.“ So ist Aengenvoort weiter der Meinung, dass die politischen Parteien sich in diesem Kontext besser zurückhalten sollten, um das Gremium nicht unnötig zu politisieren. „Das wäre vergleichbar, wie wenn ich mich mit Anfang 30 in den Seniorenbeirat wählen lassen würde“, vergleicht er abschließend.
In der Stadtverwaltung Geldern soll ab September auch ein neuer Integrationsrat Einzug nehmen. Foto: Privat