VRR-Tarifreform: Stufe 2 ab dem 1. Juni
22. Mai 2026 · Niederrhein

VRR-Tarifreform: Stufe 2 ab dem 1. Juni

Zusammenlegung von Tarifgebieten am Niederrhein

NIEDERRHEIN. Zum1. Juni setzt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) seine Tarifreform fort. Ziel bleibt, das Tarifsystem für Fahrgäste einfacher, übersichtlicher und besser verständlich zu machen. Dafür werden weitere Tarifgebiete zusammengelegt, und die bisherige Unterteilung in kleinere „Waben“ entfällt vollständig. Ein wichtiger Schritt war bereits im vergangenen Jahr die Reduzierung von sieben auf drei Preisstufen (A, B und C) sowie die deutliche Straffung des Ticketangebots. Neben dem DeutschlandTicket wird damit vor allem der digitale eezy-Tarif für Gelegenheitskundinnen und -kunden attraktiver. Mit der jetzt anstehenden Stufe 2 wird das System weiter vereinfacht, mit konkreten Folgen auch am Niederrhein.

Am Niederrhein fasst der VRR mehrere kleinere Tarifgebiete (TG) zusammen. Dadurch werden Fahrten in die Nachbarkommunen für viele Fahrgäste günstiger. Unter anderem werden folgende Tarifgebiete neu zugeschnitten: Emmerich/Rees, Kleve/Bedburg-Hau, Kalkar/Uedem, Kranenburg/Goch, Kevelaer/Weeze, Xanten/Sonsbeck /Alpen, Wesel/Hamminkeln, Straelen/Rheurdt/Kerken/Wachtendonk, Kamp-Lintfort/Neukirchen-Vluyn.

Mit der Auflösung der Waben entfällt auch der bisherige 2-Waben-Tarif. Das betrifft besonders Fahrgäste im Raum Moers. Für einige bisherige 2-Waben-Verbindungen gilt ab Juni nicht mehr die Preisstufe A, sondern die Preisstufe B. Dazu gehören unter anderem diese Fahrten: von Moers-Mitte nach Neukirchen, von Moers-Repelen nach Kamp-Lintfort Mitte, von Moers-Mitte nach Duisburg-Homberg, von Moers-Mitte nach Duisburg-Rheinhausen, von Dinslaken Mitte nach Duisburg Nord, von Dinslaken Mitte nach Oberhausen Nord.

Als günstige Alternative bietet sich hier oft der eezy-Tarif an. Gerade auf diesen Strecken kann eine Fahrt mit eezy deutlich preiswerter sein als ein klassisches Ticket der Preisstufe B. Wichtig für die Praxis: Bei Fahrten aus sogenannten Überlappungsbereichen – also Haltestellen, die zwei Tarifgebieten zugeordnet sind – in das Nachbar-Tarifgebiet gilt weiterhin die Preisstufe A. Beispiel: Für eine Fahrt von der Ottostraße in Duisburg Homberg-Hochheide nach Moers Königlicher Hof bleibt es bei der Preisstufe A. Auch in größeren Städten werden Tarifgebiete (TG) zusammengelegt, unter anderem in Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen und Wuppertal. Damit wird das Tarifsystem insgesamt einfacher strukturiert. Weitere Infos unter https://niag.de/news/410/vrr-tarifreform-stufe-2-ab-dem-1-juni-2026/