Vortragsveranstaltung des VHV Kessel: Die Reisen ihres Lebens
Familie Scholten aus Rees und Birgit Lorenz aus Geldern berichten von ihren vielfältigen Eindrücken
KESSEL. Im „Haus am See-GochNess“, Klosterweg 136, findet am Montag, 3. Februar, 18.30 Uhr, eine Veranstaltung des Verkehrs- und Heimatvereins Kessel (VHV) statt. Es werden zwei Vorträge über beeindruckende Reisen gehalten.
Sieben Monate bereisten die Scholtens aus Rees Südostasien und Neuseeland. Die vierköpfige Familie war sieben Monate auf Reisen. Es war die Reise ihres Lebens. Zusammen mit ihren Kindern erlebten sie Land und Leute, Essen und Trinken, atemberaubende Natur und ökologische Probleme in Südostasien und Neuseeland. Sieben Monate war die Familie unterwegs. Raus aus dem Alltag am Niederrhein, hinein in ein multikulturelles Abenteuer. „Es war eine wunderschöne und bereichernde Zeit – sehr intensiv in sämtlichen Facetten“, sagt Sebastian Scholten. Die Leidenschaft für Fernreisen ist eine der großen Gemeinsamkeiten des Reeser Paares. Vor allem die Mentalität, Kultur und Kulinarik in Südostasien, lernten die Beiden zu schätzen. Im Juni 2023 ging es los. Der Flieger brachte sie in rund elf Stunden in die thailändische Hauptstadt Bangkok. Mit dabei waren ein Backpack, zwei Taschen und drei Rucksäcke. Thailand zog die Reeser mit seinen buddhistischen Tempeln, Nationalparks, Tuk-Tuks, Massagen, Blumenmärkten und Stränden in vielfältiger Weise in den Bann. Aber der erste Besuch in Malaysia gehörte für Sebastian Scholten zu den absoluten Highlights auf einer an Attraktionen nicht gerade armen Reise. „Ich habe mein Herz an dieses tolle Land verloren“, bekennt er. „So viele multikulturelle Einflüsse paaren sich mit unfassbar schöner Natur.“
Vom Niederrhein in die Hochalpen ging es für Birgit Lorenz aus Geldern. Es gibt in den Alpen 82 selbstständige Berge, die zwischen 4.000 und 5.000 Meter hoch sind. Birgit Lorenz hat alle 48 Schweizer Viertausender bestiegen. Irgendwann kam sie auf die Idee, einen Berg zu besteigen. Nun gibt es am platten Niederrhein nicht viele Möglichkeiten, um dieses Hobby auszuüben. Als sie wieder einmal im Wallis im Urlaub war, stolperte sie über ein Angebot einer dort ansässigen Bergsteigerschule. Das war im Jahr 2001. Zwei Jahre später besteigt sie den nächsten Viertausender: Pollux, ein Gipfel an der Grenze zur italienischen Provinz Aosta, 4.092 Meter hoch. Ein Erlebnis war der Biancograt (4.049 Meter) in den Bernina-Alpen. Kaum ein anderer Anstieg habe so viel Ausstrahlung wie die weiße Gratschneide an der Nordseite des Piz Bernina. Die Steigung beträgt zum Teil 45 Grad, deshalb wird er auch als „Himmelsleiter“ bezeichnet. Als sie irgendwann 20, 30 Viertausender erfolgreich bestiegen hatte, reifte in ihr der Plan, alle 48 Viertausender in der Schweiz zu absolvieren. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei, Einlass ist ab 18 Uhr.
Sieben Monate war Familie Scholten aus Rees in Südostasien und Neuseeland unterwegs. Foto: privat