Zeichnung von Volker Lehnert. Foto: Carla Gottwein
9. April 2025 · Bedburg-Hau

Von transparenter Tusche und erhitztem Kohlestaub

Abschlusspräsentation im ArToll Kunstlabor am 12. und 13. April

BEDBURG-HAU. Am kommenden Wochenende sind Besucher zur Abschlusspräsentation des Symposiums „Schwarz auf Weiß“ ins ArToll Kunstlabor, Zur Mulde 10 in Bedburg-Hau, eingeladen. Am Samstag, 12. April, von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, 13. April, von 14 bis 17 Uhr sind dort neue Arbeiten von acht Zeichnern zu entdecken, die seit dem 6. April im Rahmen des Symposiums arbeiten.

Geprägt ist das Projekt von einem intensiven Austausch im weiten Feld der zeichnerischen Ausdrucksformen. Mit großformatigen Zeichnungen, die Assoziationen zu Pflanzlichem zulassen, ist Daniela Baumann aus Düsseldorf zurzeit beschäftigt. Werner Ryschawy aus Gelsenkirchen experimentiert mit abstrakten Kohlezeichnungen, die er mit Wachs versiegelt. Wobei unter anderem zufällige Strukturen des Kohlestaubs beim Erhitzen entstehen. Christoph Heek aus Kleve, der gleichzeitig das Symposium leitet und initiiert hat, zeichnet mit Tusche abstrakte, dynamische Strukturen. Dorthe Goeden arbeitet an großformatigen Collagen aus Papieren, die sie zuvor mit transparenter Tusche bearbeitet. Volker Lehnerts Zeichnungen fallen auf, weil sich auf diesen eindeutig architektonische Elemente herauskristallisieren. Bei den großformatigen Zeichnungen von Claudia Maas aus Krefeld ist der Betrachter sich nicht sicher, ob die Strukturen, die gezeigt werden, nicht auch figürlich sind. Sandra van der Meulen aus Middelburg zeichnet mit unterschiedlich stark verdünnter Tusche und extrem dicken Pinsel auf transparentes Papier. Es entstehen organische Figuren. Zudem sind Zeichnungen von Christian Paulsen aus Essen zu entdecken, der mit Frottagen arbeitet und für regelmäßige Besucher des ArToll kein Unbekannter ist. Die Künstler sind am Wochenende vor Ort und freuen sich auf einen anregenden Austausch mit dem Publikum.

Zeichnung von Volker Lehnert. Foto: Carla Gottwein