"Finaisten 2026, Gruppenbild mit Pokal, festliche Kleidung, Gewinner jubeln, Foto von CdeKruijf"
4. September 2026 · Kleve

Von Lebensmittelrettung bis Waldmonitoring

Preisverleihung der Klever Birne 2026 am 10. September

KLEVE. Am 10. September findet das diesjährige Finale des Nachhaltigkeitspreises Klever Birne statt. Insgesamt neun Teams haben sich für die Endrunde qualifiziert. Die Wettbewerbsbeiträge werden der Jury und Besuchern im Rahmen einer kleinen Messe in dreiminütigen Kurzpräsentationen, auch Pitches genannt, vorgestellt. Zu gewinnen gibt es Preise, die mit Geldbeträgen in Höhe von 1.000 bis 2.000 Euro, einem Coaching und einer Urkunde dotiert sind, sowie den Publikumspreis.

19 Bewerbungen haben die Stadt Kleve und die Hochschule Rhein-Waal (HSRW), die den Ideenwettbewerb seit 2023 gemeinsam organisieren, bis Bewerbungsschluss erhalten. Eine Vorjury hat die Finalteams nach festen Kriterien ausgewählt. Dazu gehören der Nachhaltigkeitsaspekt, der gesellschaftliche Mehrwert, die praktische Umsetzbarkeit und der Innovationsgrad. Die Finalisten bereiten sich nun auf die Preisverleihung am Abend des 10. September vor.

Erstmals in diesem Jahr wird zudem ein Schulpreis für allgemeinbildende Schulen aus dem Kreis Kleve vergeben - gesponsert von FLUXANA GmbH & Co. KG und Omexom Smart Technologies GmbH. Zwei Schulen sind in der Endrunde vertreten: Die Bekenntnisgrundschule St. Antonius Hau sowie eine Projektgruppe der 6. Klasse der Gesamtschule Kevelaer. Die Schüler der Gesamtschule Kevelaer haben sich im Fach „Lernen im Projekt“ mit den 17 Nachhaltigkeitszielen auseinandergesetzt und mit der Herstellung eines eigenen mikroplastikfreien Shampoos begonnen. Das Projekt Clever Klimadetektive aus Hau schickt Grundschüler spielerisch auf Missionen zu Themen wie Energiesparen, Wasserschutz oder Teilen statt Neukauf.

Bei den weiteren sieben Finalteams punkteten die große Vielfalt der Ideen von Lebensmittelrettung über Möbelrestaurierung bis zu Waldmonitoring. „Wir sehen auch in diesem Jahr einen Trend zu digitalen Innovationen mit denen Nachhaltigkeitsthemen adressiert werden“, so Christina Martens vom Projekt TransRegINT (Transformation der Region Niederrhein: Innovation, Nachhaltigkeit und Teilhabe) der HSRW. Dazu gehören die App „Keyju“ für Wohnungseinrichtungen und Renovierungen, entwickelt von Yannik Cymek und Karin Erdmann. Sie soll digitales Einkaufen mit regionalem Einzelhandel verbinden. Holger Erlenwein und seine KI-gestützte Plattform „Arboraneum“ weisen mittels Satellitendaten Waldbesitzer*innen und Kommunen auf Waldschäden und ihre Ursachen wie Trockenheit, Schädlingsbefall und Sturm hin. Eddy Nakaana möchte Unternehmen unterstützen, reduzierte Lebensmittel und andere Waren mittels seiner digitalen Nachhaltigkeitsplattform „Tschüss“ zu vermarkten. Sophie Niegsch und Christoph Schmidl beabsichtigen Landwirten mit „HawcAI“ eine drohnenbasierte Lösung zur Erkennung und Beseitigung von Abfällen auf Feldern, die an Straßen grenzen, anzubieten.

Die weiteren Teams im Finale sind das Start-up CleanTech.NRW, das einen bionisch inspirierten Ölschwimmer entworfen hat. Mithilfe eines innovativen technischen Textils soll Öl effizient und energiearm von Wasseroberflächen entfernt werden. Clemens Giesen restauriert seit 40 Jahren Möbelstücke und verhilft diesen so zu einem neuen Leben. Er möchte mit seiner Teilnahme die Repaircafés in Kleve unterstützen und das Preisgeld spenden. Der Tiergarten Kleve plant einen naturnahen Lebensraum für Servale. Dafür wird eine rund 300 Quadratmeter große Betonfläche entsiegelt und durch naturnahe Grünflächen ersetzt. Das Preisgeld soll in die Umsetzung sowie Bildungsprojekte fließen. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich auf der Webseite www.kleverbirne.de.

Finaisten 2026. Foto: CdeKruijf