"Elefantenmutter Beyoncé mit ihrem Kalb im Tiergarten Kleve, idyllische Tierpark-Szene"
6. August 2026 · Kleve

Vierfacher Nachwuchs im Tiergarten Kleve: Erdmännchen Beyoncé bringt vier Jungtiere zur Welt

Die kleinen Erdmännchen wurden am 9. Juli geboren und erkunden inzwischen immer häufiger ihre Anlage. Mutter Beyoncé kümmert sich aufmerksam um ihren Nachwuchs.

KLEVE. Gleich vierfachen Grund zur Freude gibt es derzeit im Tiergarten Kleve: Am 9. Juli brachte Erdmännchen-Weibchen Beyoncé vier Jungtiere zur Welt. In den ersten Wochen hielten sich die Kleinen überwiegend geschützt im Bau auf. Mittlerweile werden sie zunehmend neugieriger und wagen sich immer häufiger nach draußen. Dort beginnen sie, ihre Umgebung zu erkunden und das lebhafte Treiben innerhalb der Erdmännchengruppe kennenzulernen.

Für die Tierpfleger des Tiergartens ist die Geburt von gleich vier Jungtieren ein besonders erfreuliches Ereignis. In der ersten Zeit nach der Geburt war für das Team vor allem Geduld gefragt. Junge Erdmännchen verbringen ihre ersten Lebenswochen in einer geschützten Höhle und sind für die Besucher zunächst kaum zu sehen. Auch die Tierpflege achtet in dieser sensiblen Phase darauf, Mutter und Nachwuchs möglichst wenig zu stören. Inzwischen zeigen sich die vier Jungtiere regelmäßig außerhalb ihres Baus. Noch bleiben sie meist in der Nähe ihrer Mutter und der übrigen Gruppenmitglieder. Mit jedem Tag werden ihre Ausflüge jedoch etwas länger und mutiger. Neugierig untersuchen sie den Boden, beobachten die erwachsenen Tiere und sammeln erste Erfahrungen in ihrer neuen Umgebung.

„Wir freuen uns sehr über die Geburt der vier Erdmännchen. Mutter Beyoncé kümmert sich ausgesprochen fürsorglich um ihren Nachwuchs. Es ist schön zu beobachten, wie die Jungtiere von Tag zu Tag aktiver werden, miteinander spielen und immer neugieriger ihre Umgebung entdecken“, sagt Dr. Martin Polotzek. „Für unser Tierpflegeteam ist es natürlich ein besonderer Moment, wenn sich nach den ersten ruhigen Wochen schließlich alle vier Jungtiere außerhalb des Baus zeigen.“

Neugierige Erdmännchen im Klever Tiergarten beobachten die Umgebung.

Zunehmend neugieriger werden die kleinen Erdmännchen im Klever Tiergarten. Foto: Tiergarten Kleve

Erdmännchen sind ausgesprochen soziale Tiere. Sie leben in Gruppen mit einer klaren Aufgabenverteilung und einem engen Zusammenhalt. Die gemeinsame Aufzucht der Jungtiere spielt dabei eine wichtige Rolle. Nicht nur die Mutter, sondern auch andere Mitglieder der Gruppe beteiligen sich an der Betreuung und am Schutz des Nachwuchses.

Die Jungtiere lernen durch Beobachtung und Nachahmung. Sie orientieren sich an den älteren Tieren und übernehmen nach und nach die Verhaltensweisen, die sie für das Leben in der Gruppe benötigen. Dazu gehören die Suche nach Nahrung, das Graben im Boden und die aufmerksame Beobachtung der Umgebung. Auch das Spielen untereinander ist für ihre Entwicklung wichtig: Beim gemeinsamen Toben trainieren die jungen Erdmännchen ihre Geschicklichkeit und lernen, miteinander zu kommunizieren.

Besonders bekannt sind Erdmännchen für ihre typische aufrechte Haltung. Während ein Teil der Gruppe nach Nahrung sucht oder sich ausruht, übernimmt häufig ein Tier die Rolle des Wächters. Es stellt sich auf die Hinterbeine und hält aufmerksam Ausschau nach möglichen Gefahren. Wird etwas Verdächtiges entdeckt, warnt der Wächter die anderen Gruppenmitglieder mit einem Ruf. Dieses ausgeprägte Sozialverhalten macht Erdmännchen zu besonders spannenden Beobachtungstieren.

Der Tiergarten Kleve ist im August donnerstags bis sonntags von 9 bis 21 Uhr sowie montags bis mittwochs von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Neben dem Nachwuchs bei den Roten Pandas freut sich der Tiergarten Kleve derzeit außerdem noch über Jungtiere bei den Stinktieren und Zwergseidenäffchen sowie über Baumstachlernachwuchs Britney. Weitere Informationen unter www.tiergarten-kleve.de.

Mutter Beyoncé mit ihrem Nachwuchs. Foto: Tiergarten Kleve