Verwenden statt Verschwenden
Die Kleiderkammer der Evangelischen Kirchengemeinde Goch startet mit neuem Namen in die Saison
Nachhaltigkeit und Nächstenliebe: Mit diesen Werten identifizieren sich die Mitarbeiterinnen, die montags und donnerstags in der Zeit von 9 bis 11.30 Uhr die gespendete Kleidung waschen, bügeln und für jeden Gast präsentieren. Aufgrund der Corona-Pandemie musste das langjährige Ehrenamt ruhen; durch eine Anzeige kamen die zwölf Helferinnen Maria Bullack, Dagmar Nickel-Kusch, Beate Luipers, Wilma Bömler, Hilde Bitterhoff, Margarethe Skubatz, Ute Hülswitt, Thea Molenbroek, Hildegard Jäger, Lisa Paul, Marlis Heix und Waltraud Badaro aber zusammen und es entstand eine Gemeinschaft, die sich für eine faire Welt einsetzen möchte: „Es ist uns wichtig, zu betonen, dass jeder herzlich willkommen bei uns ist. Wir sind ein neues Team mit neuem Namen und einem neuen Konzept und freuen uns immer über neue Kunden“, so Bullack und Luipers.
Spenden kann man seine Kleidung entweder an jedem ersten Mittwoch im Monat oder aber auch zu den normalen Öffnungszeiten. Das Sortiment weitet sich immer weiter aus und neben Kinderkleidung gibt es auch eine große Auswahl an Damen- und Herrenbekleidung; letztere hat nun auch ihren eigenen Raum bekommen. „Vorher hatten wir ebenfalls schon Männerbekleidung, jetzt haben wir aber unseren Verkaufsraum vergrößert und konnten die Männerabteilung in einen separaten Raum verschieben. So fühlen sich die Herren viel wohler und das Angebot wird gut angenommen“, erläutert Luipers weiter. Die Preise variieren, Jacken und Mäntel sind beispielsweise schon für vier bis fünf Euro zu haben.
Das besondere Angebot, das sich monatlich ändert, lautet im August: Jedes Paar Schuhe kostet nur einen Euro. Trotz der guten Annahme des Second-Hand-Angebotes wird der Platz langsam knapp und die räumlichen Kapazitäten schöpfen sich aus. Mehr als Grund genug, bei großen Schlussverkäufen Restposten anzubieten. Bei diesen Samstags-Märkten werden alle Artikel für einen Euro verkauft. Der Erlös geht schließlich an einen gemeinnützigen Zweck, den sich das Team gemeinsam überlegt, um bedürftige Menschen glücklich zu machen.
Upcycling
Der nächste Sommerschlussverkauf findet am Samstag, 9. September, im evangelischen Gemeindehaus „M4“, von 10 bis 14 Uhr statt. Kleidung, die aufgrund von zu hoher Abnutzung nicht mehr verwendet werden kann, werde aber nicht einfach entsorgt: „Einige engagierte Nähbegeisterte aus unserem Team, versuchen Kleidungsreste zu verwenden. Aus dieser Idee, die sich Upcycling nennt, schneidern wir aus alten Männerhemden nun hochwertige Taschen, die man zum Beispiel zum Einkaufen verwenden kann“, beschreibt Bullack. Die Unikate sind beim kommenden Sommerschlussverkauf zu erwerben. Das Team von „KleiKa-Fashion freut sich auf zahlreiche Besucher.
Jacqueline KurschatkeDie ehrenamtlichen Helferinnen von „KleiKa-Fashion“.Foto: J. Kurschatke