"Erinnerungsstele Garnisonszeit 2025 Einweihung, Kameradschaft Emmericher Pionierkameradschaft"
23. Juni 2026 · Emmerich

Vermächtnis an die Stadt

Emmericher Pionierkameradschaft fordert sichtbare Würdigung des Veteranentages

EMMERICH. Die Emmericher Pionierkameradschaft hat eine Eingabe an Bürgermeisterin Claudia Lindlahr und den Rat der Stadt Emmerich übersandt. Darin regt die Gemeinschaft der ehemaligen Emmericher Pioniere an, dass sich die Stadt künftig offiziell am Nationalen Veteranentag beteiligt und die Erinnerungsstele an der ehemaligen Moritz-von-Nassau-Kaserne in die Würdigung einbezieht.

Hintergrund ist die Einführung des Nationalen Veteranentages durch den Deutschen Bundestag. Nach Auffassung der Emmericher Pionierkameradschaft ist die Anerkennung von Veteraninnen und Veteranen keine ausschließliche Aufgabe der Bundeswehr, sondern eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. „Der Veteranentag ist ein Tag der Anerkennung für die Menschen, die unserem Land gedient haben. Er soll die Verbindung zwischen Bundeswehr und Gesellschaft stärken. Gerade ehemalige Garnisonsstädte haben dabei eine besondere Verantwortung“, erklärt der Vorsitzende der Emmericher Pionierkameradschaft, Oberstleutnant a.D. Joachim Sigmund.

In ihrer Eingabe erinnert die Kameradschaft daran, dass Emmerich von 1969 bis 2008 Garnisonsstadt der Pioniere war. Über nahezu vier Jahrzehnte prägten Soldaten, zivile Mitarbeiter und ihre Familien das gesellschaftliche Leben der Stadt. Die Geschichte der Emmericher Pioniere sei deshalb nicht nur Teil der Bundeswehrgeschichte, sondern auch ein bedeutendes Kapitel der Stadtgeschichte Emmerichs. Besondere Bedeutung misst die Kameradschaft der Erinnerungsstele zur Garnisonszeit bei, die im Jahr 2025 eingeweiht wurde. Sie könne künftig ein würdiger Ort des Erinnerns, des Gedenkens und der Begegnung am Nationalen Veteranentag sein.

Die Eingabe besitzt zugleich einen besonderen Charakter. Die Emmericher Pionierkameradschaft wird ihre Vereinstätigkeit zum 31. Dezember 2026 beenden. Nach fast zwei Jahrzehnten ehrenamtlicher Traditions- und Kameradschaftsarbeit endet damit die organisierte Erinnerungspflege der ehemaligen Emmericher Pioniere. Die Kameradschaft versteht ihre Eingabe deshalb ausdrücklich als Vermächtnis an die Stadt Emmerich. „Mit der Auflösung unserer Kameradschaft endet eine Gemeinschaft, nicht aber die Verantwortung zur Erinnerung. Wir wünschen uns, dass die Erinnerung an die Garnisonszeit auch künftig einen festen Platz im öffentlichen Bewusstsein unserer Stadt behält“, so Sigmund.

Abschließend appelliert die Kameradschaft an Rat und Verwaltung, den Nationalen Veteranentag künftig sichtbar zu begleiten und damit ein Zeichen der Wertschätzung, des Erinnerns und der Verbundenheit zu setzen.

Besondere Bedeutung misst die Kameradschaft der Erinnerungsstele zur Garnisonszeit bei, die im Jahr 2025 eingeweiht wurde. Foto: Emmericher Pionierkameradschaft