Verbraucherberatung wird ausgeweitet
Verbraucherzentrale: Neben digitaler und telefonischer Beratung jetzt auch persönliche Beratungstermine
KREIS KLEVE. Das Modell einer digitalen und telefonischen Beratung der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Kleve hat sich zu einem wichtigen Unterstützungsangebot für viele Menschen entwickelt. Jetzt wird das Beratungsangebot auf persönliche Präsenzberatung ausgeweitet: Damit auch Ratsuchende mit weniger digitalen Fähigkeiten oder technischer Ausstattung sowie mit Sprachbarrieren einen leichten Zugang zu den Hilfeleistungen der Verbraucherzentrale NRW haben, gibt es einmal in der Woche dienstags die Möglichkeit eines persönlichen Beratungstermins vor Ort in der Kreisverwaltung Kleve.
Carmen Hesse, Leiterin der Verbraucherzentrale „mobil & digital“ im Kreis Kleve, erläutert: „Diese Face-to-Face-Beratung ist für Personen gedacht, für die eine Kommunikation per Telefon, E-Mail oder Online-Tool eine zu große Hürde darstellt, um ihre Verbraucher- beziehungsweise Vertragsprobleme auf dem Wege anzusprechen. Schließlich geht es häufig um knifflige Fragen und juristische Fachbegriffe. Außerdem möchten wir auch auf die Menschen eingehen, denen ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht einfach lieber ist.“ Die persönliche Beratung findet ausschließlich nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter Telefon 0211/54 2222 11 statt.
Weitere Experten
„Nicht alle Themen können von unserem kleinen Zweierteam umfassend beraten werden, dafür sind die Verbraucherthemen einfach zu vielfältig und anspruchsvoll“, so Hesse. „Sollte es zu komplex werden und weitere Expertise nötig sein, können wir unsere Kolleg:innen als jeweilige Fachexperten aus der Landesgeschäftsstelle einbeziehen“, erläutert die Verbraucherschützerin. Auf diese Weise können Ratsuchende gleich vor Ort Rechtsauskünfte zu ihren Verbraucherfragen bekommen. Auch die rechtliche Vertretung der Ratsuchenden gegenüber der Anbieterseite kann auf diese Weise in Anspruch genommen werden. Das umfasst beispielsweise das Aufsetzen von Schreiben, um außergerichtlich die Interessen von Verbrauchern durchzusetzen. „Und das alles ist weiterhin kostenfrei, weil es nach wie vor zum Pilotmodell mobiler und digitaler Verbraucherarbeit im Kreis Kleve gehört und durch das Land NRW und den Kreis Kleve finanziert wird.“
Künftig gibt es dienstags die Möglichkeit eines persönlichen Beratungstermins vor Ort in der Kreisverwaltung Kleve. NN-Foto: Archiv/Rüdiger Dehnen