VdK Kreisverbandstag: Stabile Entwicklung und neue Impulse
23. April 2026 · Niederrhein

VdK Kreisverbandstag: Stabile Entwicklung und neue Impulse

Steigende Mitgliederzahlen und geplante Ehrenamtspreise als Zeichen des Erfolgs

NIEDERRHEIN. Der VdK am Niederrhein befindet sich weiter auf Erfolgskurs. Zwei Zahlen machen das besonders deutlich. Im vergangenen Jahr erstritt der Kreisverband für seine Mitglieder die Rekordsumme von knapp 5,5 Millionen Euro. Die zweite Zahl: Zum Stichtag 31. Dezember 2025 standen fast 33.000 Namen in der Mitgliederkartei. Tendenz weiter steigend, denn in diesem Jahr, so Geschäftsführerin Svenja Weuster beim Kleinen Kreisverbandstag in Uedem, seien bereits 700 neue Aufnahmeanträge in der Geschäftsstelle in Rheinberg eingegangen. Viel Lob gebe es zudem aus dem Landesverband. Würden in Düsseldorf Fragen aus anderen Kreisverbänden ankommen, hieße es oft: „Ruf‘ doch mal am Niederrhein an, wie die das machen.“

Zu Beginn des gut besuchten Kreisverbandstages hatte Vorsitzender Dietmar Hohmt skizziert, wofür der VdK stehe und warum er ein großes Ansehen genieße. „Wir stehen für Respekt und ein soziales Miteinander, Werte, die wir klar und unmissverständlich vertreten.“ Der Verband sei für diejenigen da, die Unterstützung brauchen würden. Immer mehr Menschen kämen mit Anliegen, die mit dem Sozialrecht nichts zu tun hätten. „Aber auch da müssen wir zuhören, uns Zeit nehmen für die Menschen, um die wir uns kümmern.“ Hohmt ist seit einem Jahr im Amt, er löste den langjährigen Vorsitzenden Horst Vöge beim letzten Kreisverbandstag in Rheinberg ab. „Es heißt ja immer, neue Besen kehren gut, wobei ich mich nicht als Besen sehe“, schmunzelte er. Aber das Pensum, das der neue Vorstand in einem Jahr absolviert hat, kann sich sehen lassen. Und Hohmt geht zusätzlich neue Wege. Ehrenamt müsse sichtbar werden, deshalb plant der Kreisverband einen Ehrenamtspreis. Bewerben können sich alle Ortsverbände mit ihren Projekten, Außerdem legt er Wert darauf, dass es genügend Zeit für den Austausch untereinander gibt. So gab es ein zweitägiges Treffen in der Wasserburg in Rindern mit den Vorsitzenden der Ortsverbände, ganz ohne Tagesordnung und Zeitdruck, „damit jeder einfach einmal sagen kann, was ihm gerade unter den Nägeln brennt.“

Die politische Situation betrachte er mit großer Sorge. Manches in der Politik habe Zirkuscharakter, gebe es Vorschläge, träten schon die ersten Bedenkenträger auf den Plan, bevor die Tinte auf dem Ideenpapier getrocknet sei. Die Menschen bräuchten Hilfe und keine Scheindiskussionen in der Art von „Sparen ist wichtig, aber erst mal bei den anderen.“ Der Sozialverband VdK sei politisch, aber nicht parteipolitisch. Und er lasse sich auch nicht vor Kreisverband am Niederrhein einen Karren spannen. Angesichts der großen Probleme sei klar, dass populistische Diskussionen nicht weiterhelfen würden. Wo viele Menschen aktiv sind, kann es im Gebälk knirschen. Der Kreisverbandsvorsitzende appellierte an alle Mitglieder, Zank, persönliche Befindlichkeiten und gekränkte Eitelkeiten zurückzustellen, das sei der Sache, die im Vordergrund stehen müsse, nicht dienlich. „Die Außenwirkung ist fatal, die Menschen fragen sich dann, was ist in dem Verein los.“

Zwei wichtige Aufgaben für das laufende Jahr: Die Weiterentwicklung der Digitalisierung des Kreisverbandes und die Entwicklung der Ortsverbände, die oftmals Probleme haben, Vorstandsposten neu zu besetzen. Personalien gab‘s auch: Ein Beisitzer und ein Kassenprüfer wurden in den Vorstand nach-gewählt und das langjährige Vorstandsmitglied Agnes Arnold verabschiedet.