Helfer für die Vogelbeobachtung werden insbesondere im Bereich zwischen Wissel, Grieth und Griethausen gesucht. Foto: NZ Kleve
25. Februar 2026 · Niederrhein

Unterstützung beim Kiebitzschutz gesucht

Naturschutzzentrum im Kreis Kleve sucht Ehrenamtliche für neues Netzwerk

KREIS KLEVE. Der Kiebitz brütet im gesamten Kreisgebiet. Im Rahmen des EU-Life-Projektes Wiesenvögel NRW baut das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve mit Sitz in Rees-Bienen derzeit ein Netzwerk an ehrenamtlichen Helfern auf, um den Kiebitz bestmöglich zu fördern. Linksrheinisch werden insbesondere im Bereich zwischen Wissel, Grieth und Griethausen, aber auch in der Umgebung, weitere Helfer gesucht, die sich im zeitigen Frühjahr – vor allem von Ende März bis Anfang Mai – für den charismatischen Vogel engagieren möchten.

Der Kiebitz ist ein charakteristischer Vogel der offenen Kulturlandschaft. Besonders gern besiedelt er Feuchtwiesen, nutzt jedoch auch Ackerflächen als Brutplatz. Dort überschneidet sich seine Brut häufig mit der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung, die oft in denselben Zeitraum fällt. Für Landwirte sind die am Boden angelegten gut getarnten Nester bei der Feldbearbeitung kaum zu erkennen. Zwar besteht die Möglichkeit, die Nester im Vorfeld zu markieren, doch ist dies mit erheblichem zeitlichem Aufwand verbunden und im arbeitsreichen Frühjahr von den Bewirtschaftenden allein kaum zu leisten.

Deshalb unterstützt das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve – gemeinsam mit studentischen und ehrenamtlichen Helferinnen – sowohl den Kiebitz als auch die Landwirte: Nach vorheriger Absprache werden die Nester gesucht und gekennzeichnet, sodass sie bei der weiteren Feldbearbeitung umfahren werden können.

Der Arbeitsumfang der Ehrenamtlichen kann je nach eigenem Interesse und Zeitverfügbarkeit geregelt werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Auch Landwirte können sich jederzeit melden, wenn sie Kiebitze auf ihren Flächen feststellen und Unterstützung wünschen. Darüber hinaus berät das Naturschutzzentrum auch zu möglichen Biodiversitätsmaßnahmen – etwa im Rahmen des Vertragsnaturschutzes oder der Ökoregelungen – zur gezielten Förderung des Kiebitzes und anderer Feld- und Wiesenvogelarten.

Weitere Infos bei Bettina Blöß, E-Mail an bloess@nz-kleve.de.

Helfer für die Vogelbeobachtung werden insbesondere im Bereich zwischen Wissel, Grieth und Griethausen gesucht. Foto: NZ Kleve