Beim Wettbewerb geht es nicht um die äußere Schönheit des Ortes, sondern um das gemeinsame Engagement für lebenswerte und zukunftsfähige Dörfer. Foto: Sammlung F. Urselmans
11. März 2024 · Goch

„Unser Dorf hat Zukunft“: Hommersum macht mit

Grenzdorf möchte beim Wettbewerb seine Initiative und starke Gemeinschaft zeigen

HOMMERSUM. Hommersum, das Grenzdorf der Stadt Goch, macht auch 2024 beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, organisiert von der Kreisverwaltung Kleve, mit. Nach der herausragenden Leistung und der Ehrung mit einer Silbermedaille im Jahr 2017, begibt sich Hommersum erneut auf die Bühne, um seine Initiative und starke Gemeinschaft zu präsentieren. Die 2017 gewonnene Silbermedaille hat ihren Platz im Clubraum der KLJB Hommersum gefunden, die auch das Preisgeld über 500 Euro für ihre Gemeinschaftsprojekte nutzen konnte. Zusätzlich zum Preisgeld gewannen die Hommersumer noch einen Baumgutschein, der in Form einer Tanne eingelöst wurde und die am Pastorat Wurzeln schlagen konnte. Auch 2024 hat die Kreisverwaltung Kleve zur Beteiligung am Dorfwettbewerb „Unser Dorf Zukunft“ aufgerufen. Der Kreiswettbewerb findet alle drei Jahre statt, ist jedoch durch die Corona-Pandemie in den letzten Jahren ausgefallen.

Der Wettbewerb verläuft in drei Stufen: Zunächst findet 2024 ein Kreiswettbewerb statt. Die Gewinner dürfen dann am Landeswettbewerb im Jahr 2025 teilnehmen, die Gewinner des Landeswettbewerbs nehmen wiederum am Bundeswettbewerb im Jahr 2026 teil.

Die Entscheidung zur erneuten Teilnahme wurde in der jährlichen Zusammenkunft der Vereine und Organisationen in und um Hommersum gefasst und der Stadt Goch mitgeteilt, die Hommersum als einzigen Ortsteil im Gocher Kreis für den Wettbewerb benannte. Die Stadt Goch hat ihre Unterstützung zugesichert und wird Hommersum in der Vorbereitungsphase aktiv zur Seite stehen. Laut Informationen des Kreises Kleve wird es eine Bewertungskommission geben. Die Beurteilung von Hommersum durch die Bewertungskommission soll vor den Sommerferien stattfinden. Beim Wettbewerb geht es nicht um die äußere Schönheit des Ortes, sondern um das gemeinsame Engagement für lebenswerte und zukunftsfähige Dörfer. Der Wettbewerb will die Menschen auf dem Lande motivieren und unterstützen, die Zukunft ihrer Dörfer aktiv zu gestalten und sich für die soziale, kulturelle, wirtschaftliche, ökologische und bauliche Entwicklung engagiert einzusetzen.

Hommersum mit nur circa 500 Einwohnern kann sich bei diesem Wettbewerb durchaus wieder Chancen erhoffen. Das Grenzdorf sieht gerade auch dort großes Potenzial bezüglich „Gemeinschaft leben“. So wird stetig, mit Erfolg, eine Zusammenarbeit/Gemeinschaft mit den niederländischen Nachbarn gefördert. Hommersum lebt Gemeinschaft nicht nur örtlich, sondern auch grenzüberschreitend.

Kulturelles Leben zum Beispiel in Form des traditionellen Erntedankfestes, für das jedes Jahr das ganze Dorf auf den Beinen ist, ist aus dem Dorf nicht mehr wegzudenken. 2023 wurden sämtliche historischen Gebäude aufwändig mit Infotafeln versehen.

Auch in Sachen Umwelt engagiert sich das Dorf. So werden zum Beispiel das Naturgebiet Veen (untere Nuthseen) durch den Angelsportverein mit einer solarbetriebenen Anlage belüftet, durch eine Interessengemeinschaft eine Blühwiese angelegt, Bäume angepflanzt und vieles mehr. Ein großes freigegebenes Baugebiet sichert auch den Fortbestand des Dorfes, es bietet die Möglichkeit des Verbleibs für Kinder und Kindeskinder im Dorf. Um Hommersum umfassend zu präsentieren, wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die noch auf der Suche nach Verstärkung und frischen Ideen ist. Interessierte, die sich einbringen möchten, sind herzlich eingeladen, sich per E-Mail an info@hommersum.de oder über das Kontaktformular auf der Webseite Hommersum.de zu melden. Informationen zum Wettbewerb des Kreises Kleve gibt es unter www.kreis-kleve.de/ de/aktuelles/unser-dorf-hat-zukunft-landrat-ruft-zur-teilnahme-auf-2024/

Auch bei der Landwirtschaftskammer NRW gibt es weitere Informationen unter www.landwirtschaftskammer.de/dorfwettbewerb/

Beim Wettbewerb geht es nicht um die äußere Schönheit des Ortes, sondern um das gemeinsame Engagement für lebenswerte und zukunftsfähige Dörfer. Foto: Sammlung F. Urselmans