Obstbäume in unterschiedlichem Alter brauchen unterschiedliche Pflegeschnitte.Foto: Nabu
31. Dezember 2024 · Geldern

Umfangreiches Kursangebot zum Thema Obstbaumschnitt

Nabu-Naturschutzzentrum Gelderland nimmt Anmeldungen entgegen

GELDERLAND. In vielen Diskussionen um das Thema Streuobst hört man immer wieder, dass Obstbäume keine Pflege bräuchten. Während dies bei einigen Wildobstarten stimmt, wird oft vergessen, dass die meisten Obstsorten auf Ertrag gezüchtet wurden und Krone und Äste ohne Pflege dieses Gewicht, an welches die Bäume genetisch nicht angepasst sind, nicht tragen könnten. Mit dem Verlust der Bedeutung der Streuobstwiesen für die Obstversorgung, verschwindet leider auch das Wissen um die Pflege von Streuobstbäumen.

„Dabei ist deren Erhalt wichtig für uns und unsere Landschaft – circa 5.000 Tier- und Pflanzenarten in Streuobstwiesen einen Lebensraum und Streuobstwiesen sind immer noch Schatzkammern für die Sortenvielfalt bei Apfel, Birne, Pflaume und Kirsche“, betont der Nabu. Für deren Erhalt und um dem Wissensverlust etwas entgegenzusetzen hat das Nabu-Naturschutzzentrum Gelderland auch in 2025 wieder ein umfangreiches Kursprogramm zusammengestellt und als Referentin die zertifizierte Baumwartin für Streuobst, Caroline Kappler, gewonnen. Zusammen mit Kooperationspartnern wie dem Naturparkzentrum Wachtendonk, dem Kulturkreis Wachtendonk, Haus Freudenberg, dem Hilshof in Winternam und der Emilie- und Hans Stratmans-Stiftung auf Haus Ingenray werden Kurse für den Schnitt von jungen Obstbäumen ab dem ersten Jahr bis zu Altbäume angeboten. Obstbäume in unterschiedlichem Alter brauchen schließlich unterschiedliche Pflegeschnitte.

Den Auftakt macht ein Schnittkurs für Obstbäume im vierten Standjahr – hier wird der Erziehungsschnitt zur Entwicklung einer stabilen Krone vermittelt und in der Praxis geübt. Der Kurs findet am Samstag, 11. Januar, von 10 bis 16 Uhr beim Naturparkzentrum Wachtendonk Haus Püllen (Feldstraße 35 in Wachtendonk) statt. Weitere Kurse für den Erhaltungsschnitt von Obstbäumen, um das Gleichgewicht zwischen Neuaustrieb und Fruchtbildung zu erhalten folgt am 25. Januar bei Haus Freudenberg und am 7. und 8. Februar wird der Schnitt von alten Obstbäumen und deren Sanierung auf dem Hilshof in Winternam in den Fokus genommen. Ein weiterer Kurs zum Erziehungsschnitt folgt bei Haus Ingenray am 22. Februar. Weitere Infos gibt es unter www.nabu-kleve.de. Für alle Kurse ist eine Anmeldung erforderlich (per E-Mail unter streuobst@nz-gelderland.de oder unter Telefon 02838/96544).

Die Teilnahmegebühr beträgt 35 Euro inklusive Mittagsimbiss (fünf Euro Vergünstigung für Nabu-Mitglieder) für alle Ein-Tages-Kurse und 55 Euro für den Altbaumschnitt und Sanierungskurs und ist per Überweisung in Vorkasse zu entrichten (Daten dazu werden bei der Anmeldung genannt).

Obstbäume in unterschiedlichem Alter brauchen unterschiedliche Pflegeschnitte.Foto: Nabu