TuS Haffen-Mehr stellt Fußballjugendabteilung neu auf
Torwartschule am 6. September als erstes Projekt einer größeren Entwicklung
HAFFEN/MEHR. Die Fußballjugendabteilung des TuS Haffen-Mehr hat sich personell neu aufgestellt und möchte ihre Nachwuchsarbeit in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Bereits seit März wird die Jugendabteilung von einem fünfköpfigen Vorstand geführt. Dem Team gehören Jugendleiter Bastian Tenholtee, Sportlicher Leiter Philipp Weiderer, Kassiererin Maria Rohloff, Geschäftsführer Harry Friese und Beisitzer Philipp Rien an.
Mit der Erweiterung des bisherigen dreiköpfigen Vorstands möchte der Verein neue Schwerpunkte setzen und den Jugendfußball weiterentwickeln. Neben dem Spiel- und Trainingsbetrieb sollen zusätzliche Angebote und Aktionen entstehen, die den Jugendfußball langfristig attraktiver machen, Vereinsleben stärken und Gemeinschaft schaffen. Das Projekt läuft unter dem Namen „NeXt“.
Ziel ist es, die Jugendabteilung Schritt für Schritt weiterzuentwickeln und dabei die Werte und Stärken eines Dorfvereines nicht aus den Augen zu verlieren. „Wir wollen nicht nur Fußballspiele organisieren, sondern Kindern und Jugendlichen ein Umfeld bieten, in dem sie sich sportlich und persönlich entwickeln können“, erklärt Jugendleiter Bastian Tenholter. Denn: „Wir bilden nicht nur Fußballer aus, sondern Menschen.“
Wichtig sei, dass diese Entwicklung nachhaltig und im Sinne der Werte des Vereines erfolge. „Es geht uns ausdrücklich nicht darum, auf Teufel komm raus immer größer oder leistungsorientierter zu werden“, stellt Tenholter klar. Natürlich wollen man Spiele gewinnen und die Mannschaften auch sportlich weiterentwickeln. „Aber genauso wichtig ist uns, dass sich Kinder und Eltern bei uns wohlfühlen. Wir möchten ein Verein sein, in dem jeder willkommen ist – unabhängig davon, wie gut er Fußball spielt, woher er kommt oder welche Voraussetzungen er mitbringt“, so der Jugendleiter. Während die fußballerische Leistungsfähigkeit individuell ist, seien Werte wie Respekt, Teamwork, Resilienz und Fairness universell und auch gesellschaftlich ein Mehrwert über den Fußball hinaus.
Ein erster Baustein dieser Entwicklung ist die Torwartschule von André Barth, die am Sonntag, 6. September, von 10 bis 15 Uhr im Paradiesstadion des TuS Haffen-Mehr zu Gast ist. Insgesamt nehmen zwölf Torhüter teil, neun davon aus den Mannschaften des TuS Haffen-Mehr beziehungsweise der Jugendspielgemeinschaft mit dem SV Bislich.„Torhüter nehmen im Mannschaftstraining eine besondere Rolle ein. Für viele Trainer ist es kaum möglich, neben dem normalen Trainingsbetrieb auch noch spezielles Torwarttraining anzubieten. Deshalb möchten wir unsere Torhüter gezielt unterstützen – technisch, taktisch und auch im mentalen Bereich. Sie sollen nicht das Gefühl haben, auf dem Trainingsplatz alleine dazustehen“, sagt Tenholter.
Die Torwartschule soll nicht das einzige Projekt bleiben. Der neue Vorstand arbeitet bereits an weiteren Maßnahmen, um die Jugendabteilung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Geplant sind unter anderem eine bessere Ausstattung der Mannschaften, Weiterbildungsangebote für die Trainer, gemeinsame Veranstaltungen und Ausflüge sowie Projekte, die den Zusammenhalt innerhalb der Teams und der Abteilung stärken. Auch die Außendarstellung der Jugendabteilung, unter anderem über die sozialen Medien, soll weiter ausgebaut werden.
„Dadurch, dass wir jetzt fünf engagierte Vorstandsmitglieder sind, können wir Aufgaben deutlich besser verteilen und Projekte anstoßen, für die vorher schlicht die Zeit gefehlt hat“, erklärt Bastian Tenholter. Dabei ist der Verein besonders auf die Unterstützung starker Parner angewiesen, die diese Entwicklung fördern und begleiten wollen. Für die Ausstattung der Mannschaften konnten bereits vier neue Partner gewonnen werden. Vom Potential des Dorfclub ist der neue Vorstand überzeugt. „Wir spüren derzeit eine große Aufbruchsstimmung – im Vorstand, bei den Trainern und auch in der Elternschaft“, berichtet Bastian Tenholter. Das familiäre Umfeld des Dorfclubs sei auch über Haffen und Mehr hinaus attraktiv für Kinder und Eltern. „Wir sind ein bisschen anders und stolz drauf“, fasst der Jugendleiter zusammen.
Die Platzanlage des TuS Haffen-Mehr. Foto: privat