Ratsmitglied Tim Krebber Foto: privat
7. Januar 2025 · Emmerich

Tim Krebber: Antrag für kommunalen Präventionsrat in Emmerich

Ratsmitglied will eine Schnittstelle zwischen Ordnungspartnern und Bürgern

EMMERICH. Ratsmitglied Tim Krebber hat eine Eingabe bezüglich der Gründung eines kommunalen Präventionsrates für die Stadt Emmerich formuliert. „Die Sicherheitslage in Emmerich in der Innenstadt rund um den Franz-Wolters-Platz und an diversen anderen Orten ist nicht zufriedenstellend“, führt Krebber in einem Schreiben an Bürgermeister Peter Hinze aus.

Dieses Problem könne „offensichtlich“ nicht von der Stadtverwaltung allein gelöst werden, schreibt Krebber: „Dies kann nur unter Koordination und Bündelung der zur Verfügung stehenden Kräfte nach dem Motto geschehen: ‚Probleme erkennen, Ressourcen bündeln, Präventionsstrategien entwickeln und umsetzen‘.“

Ihm sei bewusst und bekannt, dass es in den vergangenen Monaten bereits Anträge und Eingaben gegeben habe, die eine ähnliche Zielsetzung hatten (darunter durch die BGE). In seiner Eingabe „wird allerdings ausschließlich die Einführung eines kommunalen Präventionsrates behandelt. Insofern grenzt sich diese Eingabe klar von den vorherigen Anträgen und Eingaben zu diesem Themengebiet ab“, betont Krebber.

Daher beantrage er nun, dass die Stadt Emmerich einen kommunalen Präventionsrat gründet. Dabei sollen die folgenden Fragen erörtert werden: 1. Wie stellt sich die Situation in Emmerich dar? Stichwort Problembewusstsein entwickeln. 2. Was wird für die Umsetzung benötigt? Stichwort Bedarfe analysieren. 3. Wer soll Mitglied im kommunalen Präventionsrat sein? Stichwort Akteure definieren. 4. Wer sind die Zielgruppen, und wie können diese erreicht werden? Stichwort Zielgruppen definieren. 5. Konstituierende Sitzung durchführen; Stichwort Rahmen und Inhalte definieren.

Zur Begründung schreibt Krebber: „Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, ist nicht nur alleine eine Aufgabe der Polizei oder des kommunalen Ordnungsdienstes; es wird zunehmend deutlich, dass die Unterstützung und Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Gruppierungen von jung bis alt dazu beitragen, Kriminalität und Unfällen vorzubeugen und sie zu reduzieren.“ Das Thema Sicherheit gewinne bei den Bürgern immer mehr an Bedeutung. Dies müsse dazu führen, dass der Prävention von Kriminalität und dem Thema Sicherheit ein höherer Stellenwert eingeräumt werde. „Die Beteiligung der Öffentlichkeit wird dabei durch den Präventionsrat sichergestellt“, so Krebber weiter. Der Präventionsrat solle die Schnittstelle zwischen den Ordnungspartnern und den Bürgern in Emmerich sein. Gemeinsam mit den Ordnungs- und weiteren Kooperationspartnern soll er laut Krebber Maßnahmen und Projekte, die für mehr Sicherheit sorgen, entwickeln und steuern. „Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, Straftaten zu verhindern, Unfällen vorzubeugen und die negative Grundstimmung in der Gesellschaft zu verbessern.“

Seine Eingabe sei auch als ein Aspekt der ständigen Fortentwicklung des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Emmerich in dem Sinne anzusehen, dass bestehende Netzwerke und Kooperationen durch den kommunalen Präventionsrat ausgebaut und die Bürgerschaft in diese Prozesse mit eingebunden werden. „Insbesondere im Hinblick auf die prognostizierte Haushaltslage und die aktuelle Personalstärke im kommunalen Ordnungsdienst, soll der kommunale Präventionsrat verwaltungsseitig möglichst ressourcenschonend strukturiert werden“, so Tim Krebber abschließend.

Ratsmitglied Tim Krebber Foto: privat