Thomas Baumgärtel eröffnet „NiederrheinTour 2026 – Freiheit für Kunst“
Gelungene Vernissage im Niederrheinischen Museum Kevelaer
KEVELAER. Mit einer eindrucksvollen Vernissage wurde das Niederrheinische Museum Kevelaer zum Zentrum für zeitgenössische Kunst, kulturellen Austausch und gelebte künstlerische Freiheit. Zur Ausstellungseröffnung der „NiederrheinTour 2026 – Freiheit für Kunst“ begrüßte das Museum rund 250 geladene Gäste aus der Kunstszene, Politik, Film und Fernsehen, Presse sowie zahlreiche Freunde und Familienangehörige des Künstlers.
Thomas Baumgärtel im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt des Abends stand Thomas Baumgärtel, der international vor allem als „Bananensprayer“ bekannt ist und in diesem Jahr auf 40 Jahre künstlerisches Schaffen zurückblickt. Mit seiner „NiederrheinTour 2026“ präsentiert Baumgärtel seine Werke an insgesamt 40 Ausstellungsorten und setzt damit ein kraftvolles Zeichen.
Bereits beim Betreten des stilvoll inszenierten Museums wurde deutlich, dass diese Ausstellung weit mehr ist als eine klassische Werkschau. Die Gäste erwartete ein Abend voller inspirierender Begegnungen und eindrucksvoller Kunstwerke in einer offenen und zugleich festlichen Atmosphäre. Viele Besucher zeigten sich begeistert von der besonderen Stimmung und der gelungenen Verbindung aus Kunst, Musik, Genuss und persönlichem Austausch.
Zentrale Werkgruppen im Fokus
Im Niederrheinischen Museum Kevelaer werden zwei zentrale Werkgruppen des Künstlers präsentiert: die „Grauen Bilder“ sowie die Arbeiten „German Urban Pop Art“. Während die „Grauen Bilder“ mit reduzierter Farbigkeit und stiller Intensität wirken, zeigt die „German Urban Pop Art“ die expressive, gesellschaftskritische und urbane Seite Baumgärtels. Gerade diese Gegenüberstellung verdeutlicht die enorme Vielseitigkeit seines künstlerischen Ausdrucks.
**Offizielle Eröffnung**
Den offiziellen Teil des Abends eröffnete Dr. Dominik Pichler, Bürgermeister der Wallfahrtsstadt Kevelaer. In seiner Ansprache würdigte er die Bedeutung der Ausstellung für die Stadt Kevelaer und hob hervor, wie wichtig Kunst und kultureller Austausch gerade in bewegten Zeiten für eine offene Gesellschaft seien. Im Anschluss richtete Dr. Stephan Mann, Leiter des Gocher Museums und Kooperationspartner der Ausstellungsreihe, sehr persönliche Worte an den Künstler. In einer emotionalen Hommage zeichnete er den außergewöhnlichen Weg Baumgärtels nach und betonte dessen konsequente Haltung für unabhängige Kunst und gesellschaftliche Freiheit.
Ein Künstler voller Charisma
Auch die Museumsleiterin des Niederrheinischen Museums Kevelaer, Veronika Kaenders, begrüßte den Künstler sowie die zahlreichen Gäste herzlich. Mit großer Wertschätzung sprach sie über die besondere Bedeutung dieser Ausstellung für das Museum und die regionale Kulturlandschaft. Besonders eindrucksvoll war schließlich der Beitrag des Künstlers selbst. Thomas Baumgärtel präsentierte sich charismatisch, humorvoll und zugleich bemerkenswert geerdet. Mit viel Wärme, Authentizität und einer feinen Portion Selbstironie sprach er über seine Laufbahn, seine Motivation und die Verantwortung von Kunst in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten. Immer wieder überraschte er das Publikum mit humorvollen Anekdoten aus vier Jahrzehnten Kunstbetrieb. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte die persönliche Geschichte eines heruntergefallenen Kreuzes, das ihn zur Kunst geführt habe – ein berührender und zugleich augenzwinkernder Moment, der vielen Gästen in Erinnerung bleiben dürfte.
Symbolträchtige Kunstaktion
Seinem internationalen Ruf als „Bananensprayer“ wurde Thomas Baumgärtel an diesem besonderen Abend ebenfalls gerecht. Im Rahmen eines eindrucksvollen Live-Acts setzte der Künstler vor den geladenen Gästen eine originale Baumgärtel-Banane an die Hauswand des Niederrheinischen Museums Kevelaer. Mit dieser symbolträchtigen Aktion adelte er das Museum auf besondere Weise und hinterließ zugleich ein sichtbares Zeichen für die Freiheit der Kunst, für die sein Werk seit Jahrzehnten steht.
Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von den beiden Musikern Gerrit Quade und Stephan Marten, die mit ihren stimmungsvollen Zwischenspielen für eine besondere Atmosphäre sorgten und den Abend auf eindrucksvolle Weise bereicherten.
Dank an alle Beteiligten
Die Vernissage machte eindrucksvoll deutlich, wie viele engagierte Menschen mit Leidenschaft, Kreativität und Herzblut an der Realisierung dieses außergewöhnlichen Projektes beteiligt waren und noch sind. Ein besonderer Dank gilt daher dem Künstler mit seinem gesamten Team, den Mitarbeitenden aller beteiligten Museen, allen Unterstützern, Partnern und Helfern, die mit großem Engagement ihren Beitrag während des gesamten Projektes leisten und auch für die Eröffnung selbst geleistet haben.
Thomas Baumgärtel vor Gästen am Niederrheinischen Museum Kevelaer.
Mit der Ausstellungseröffnung von „NiederrheinTour 2026 – Freiheit für Kunst“ ist dem Niederrheinischen Museum Kevelaer ein beeindruckender Auftakt gelungen. Die Ausstellung zeigt, dass Kunst weit mehr sein kann als reine Ästhetik: Sie schafft Begegnung, regt zum Dialog an, verbindet Menschen und erinnert daran, wie wertvoll Freiheit – insbesondere die Freiheit der Kunst – für unsere Gesellschaft ist. Genau diese Botschaft war an diesem Abend in jedem Raum des Museums spürbar. Bereits die erste Ausstellungswoche war sehr gut besucht, und zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, die Werke des Künstlers in der besonderen Atmosphäre des Niederrheinischen Museums zu besichtigen.
Thomas Baumgärtel und Veronika Kaenders. Fotos: Gerhard Seybert