Blühende Seerosen auf einem Teich, Nahaufnahme. Foto: M. Brühne
8. Juni 2026 · Goch

Teichrosen für die Unteren Nuthseen

Zusammenarbeit von Naturschutz und ASV Humbert

GOCH. Das Naturschutzgebiet Untere Nuthseen liegt westlich von Goch unweit der holländischen Grenze und befindet sich im Einflussbereich der Niers, die wenige Kilometer weiter auf niederländischer Seite in die Maas mündet. Ein wichtiger Bestandteil dieses Gebietes ist eine Teichkette. Entlang der Ufer wachsen vielfältige Röhrichtbereiche und kleinere Weidengebüsche. Eine besondere Aktion widmete sich jetzt den Pflanzen im Wasser: Nachdem das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve und der Angelverein (ASV) Humbert im vergangenen Jahr gemeinsam Teich- und Seerosen gepflanzt hatten, wurden die Pflanzungen nun Mitte Mai noch ergänzt. Wie in anderen Gebieten, waren auch im Naturschutzgebiet Untere Nuthseen in Goch die Bestände an Teich- und Seerosen fast vollständig eingebrochen. Schwimmblattpflanzen wie Teich- und Seerosen haben sich speziell an ein Leben im Wasser angepasst. Ihre Blätter schwimmen auf der Wasseroberfläche und können dadurch CO2 und Licht optimal nutzen. Schwimmblattpflanzen erhöhen die Strukturvielfalt von Gewässern. Im Wasser stellen sie kleinräumige, spezielle Lebensräume dar. Auf der Wasseroberfläche sind sie durch ihre großen Blattflächen hervorragende Eiablagestandorte für Insekten sowie Bruthabitate für Vögel.
Boot beim Materialtransport auf dem Wasser, Foto von L. Spronk.

Mit dem Boot ging der Materialtransport leicht von der Hand. Foto: L. Spronk Foto: Foto: L. Spronk

Die Zusammenarbeit zwischen Fischerei und Naturschutz funktioniert in den Unteren Nuthseen beispielhaft und so konnten die Ergänzungspflanzungen mit weiteren Teichrosen kurzfristig umgesetzt werden. Die Pflanzungen wurden mit Gittermatten umzäunt und sind so vor Fraß geschützt, bis sie sich entwickelt haben. Der Kälteeinbruch forderte dem Pflanzteam allerdings einiges ab. Auch wenn der Arbeitsplatz idyllisch aussieht, die Temperaturen lagen am Morgen der Pflanzung bei 3°C!

Das Naturschutzzentrum bedankt sich beim ASV Humbert für das Engagement und den ehrenamtlichen Einsatz! Man freut sich darauf, die Entwicklung des Gewässers gemeinsam zu beobachten und zu fördern.

Blühende Seerosen. Foto: M. Brühne