"Tanzworkshop für Kinder im Museum Kleve, 29 Teilnehmer, Foto von Rüdiger Dehnen"
27. Juli 2026 · Kleve

Tanzprojekt in Kleve vereint 29 Kinder zu einer kreativen Gemeinschaft

Während einer Woche im Museum B.C. Koekkoek-Haus entstehen Choreografien, die kulturelle Barrieren überwinden und Selbstvertrauen stärken.

KLEVE: Wenn 29 Kinder mit ganz unterschiedlichen Geschichten gemeinsam tanzen, entsteht mehr als eine Choreografie – es entsteht Gemeinschaft. Genau das war während der Projektwoche „Wo die Stille tanzt – Tanz im Museum“ zu erleben.

29 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 14 Jahren kamen zusammen, um sich kreativ mit Tanz, Musik und Kunst auseinanderzusetzen. Sie brachten unterschiedliche Erfahrungen, kulturelle Hintergründe und Persönlichkeiten mit. Manche kannten sich bereits, andere begegneten sich zum ersten Mal. Im Laufe der Woche entstand eine Gruppe, in der Offenheit, gegenseitiger Respekt und die Freude am gemeinsamen Gestalten im Mittelpunkt standen.

"Fantasievolle Tanzchoreografie verbindet Kunst und Gemeinschaft auf der Bühne"

Kunst, Fantasie und Gemeinschaft wurden im Tanz und durch die Choreografien verbunden. Foto: Rüdiger Dehnen

Zum Auftakt besuchten die Kinder das Museum B.C. Koekkoek-Haus. Bei einer kindgerechten Führung ließen sie sich von den Kunstwerken inspirieren und sammelten Ideen für ihre eigene künstlerische Arbeit. Während der Tanzprojektwoche entstanden aus den Improvisationen der Kinder und gemeinsam entwickelten Choreografien beeindruckende Szenen – begleitet von klassischer Musik ebenso wie von modernen Klängen.

Den stimmungsvollen Abschluss bildete eine Aufführung im Garten des Museums B.C. Koekkoek-Haus vor zahlreichen Eltern, Familien, Gästen und Museumsbesucherinnen und Museumsbesuchern. Die Kinder präsentierten ihre Choreografien mit großer Freude und viel Ausdruck. Der lang anhaltende Applaus zeigte, wie sehr ihre Darbietung das Publikum berührte.

Organisiert und koordiniert wurde das Projekt von Aija Samina-Edelhoff, Fachbereichsleiterin der Volkshochschule Kleve. Von der Fördermittelakquise über die Antragstellung bis hin zur Planung und Umsetzung liefen alle organisatorischen Fäden bei ihr zusammen. Die inhaltliche und künstlerische Gestaltung der Projektwoche übernahmen die Tanzpädagoginnen Ella Lichtenberger und Elke Welz-Jansen, die gemeinsam mit den Kindern die Choreografien entwickelten und sie mit viel Engagement durch die Woche begleiteten.

"Aufführung im Garten des B.C. Koekkoek-Hauses vor Familien, Museumsbesuch, Kulturveranstaltung im Freien"

Den Abschluss bildete eine Aufführung im Garten des Museums B.C. Koekkoek-Haus vor den Familien der Kinder. Foto: Rüdiger Dehnen

„Mich beeindruckt immer wieder, wie schnell Kinder über Kunst und Bewegung miteinander in Verbindung kommen“, sagt Aija Samina-Edelhoff. „Herkunft, Sprache oder unterschiedliche Voraussetzungen treten plötzlich in den Hintergrund. Was bleibt, ist die Freude, gemeinsam etwas zu schaffen. Genau deshalb sind solche Projekte so wertvoll: Sie eröffnen Kindern Zugänge zu Kunst und Kultur, stärken ihr Selbstvertrauen und zeigen ihnen, dass jede und jeder etwas Besonderes einbringen kann.“

Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesförderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ über das Förderprogramm Chance Tanz von Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft gefördert. Es ermöglicht Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft die Teilhabe an kultureller Bildung und schafft Räume, in denen Kreativität, Begegnung und gemeinsames Lernen im Mittelpunkt stehen.

Umgesetzt wurde das Projekt als Bündnis der Volkshochschule Kleve, des Jugendzentrums „Kalle“ und des Jugendmigrationsdienstes Kreis Kleve. Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Partner konnten die Kinder und Jugendlichen einen besonderen Zugang zu Tanz, Kunst und kultureller Bildung erleben.

„Wo die Stille tanzt“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie Tanz Kunst, Fantasie und Gemeinschaft miteinander verbinden kann. Am Ende der Woche nahmen die Kinder nicht nur ihre Choreografien mit nach Hause, sondern auch neue Erfahrungen, Begegnungen und das Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes geschaffen zu haben.

29 Kinder nahme an „Wo die Stille tanzt – Tanz im Museum“ in Kleve teil. NN-Foto: Rüdiger Dehnen