„Tag der offenen Gartentür“ im Kreis Kleve
16. Juni 2026 · Niederrhein

„Tag der offenen Gartentür“ im Kreis Kleve

Kreisverband Kleve für Heimatpflege informiert

KREIS KLEVE. Zum 23. Mal findet am Sonntag, 28. Juni, die bundesweite Aktion „Tag der offenen Gartentür“ statt. Träger dieser bundesweiten Aktion ist der Verband der Gartenbauvereine in Deutschland; Partner ist die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft mit Sitz in Berlin. Auf der Ebene des Kreises Kleve koordiniert der Kreisverband Kleve für Heimatpflege den „Tag der offenen Gartentür“.

Was hätte eine Gartentür für einen Sinn, wenn sie nicht Teil eines umzäunten Gebietes wäre? Sie ist die Pforte, wo entschieden wird, wer hineindarf und wer nicht. Und zum „Tag der offenen Gartentür“ – so hofft der Kreisverband – werden sicherlich viele interessierte Gartenfreunde so manche Gartenpforte durchschreiten. Die ersten Gärten wurden von den Vorfahren angelegt, um Früchte, Gemüse und Kräuter anzubauen. Zum Schutz der kostbaren Pflanzen vor wilden Tieren versuchte man, seinen Garten mit einer Hecke, einem Zaun oder einer Mauer zu umgeben und, um hineinzukommen, brauchte man einen Eingang – eine Gartentür. Übrigens ist die „offene Gartentür eine Initiative aus England und stammt bereits aus dem Jahre 1927. Der Garten war und ist immer auch etwas Privates, ein Rückzugsbereich, der nicht jedem offensteht. Neben dem fachlichen Austausch und der Möglichkeit, Anregungen für den eigenen Garten zu erhalten, macht dies den Reiz der Aktion „Tag der offenen Gartentür“ aus.

Faszinierend ist der „Tag der offenen Gartentür“ aber auch, weil die Gärten allein schon dank der großen Pflanzenvielfalt genauso viele verschiedene Gesichter haben wie Motivationen, aus denen sie entstanden sind. Ob zum Anbau von Nutzpflanzen oder als Prestigeprojekt, oder um eine ganz private Oase zu schaffen, Gärten begleiten die Menschheit, und sie üben auf viele von uns eine große Faszination aus. War der Blick in Nachbars Garten bislang verwehrt, besteht beim „Tag der offenen Gartentür“ die Möglichkeit, in ausgewählte „Fremde Welten“ einzutauchen.

Mit dem „Tag der offenen Gartentür“ wird eine Art private Gartenschau veranstaltet. Bauern- und Blumengärten sowie naturnahe Gärten in den Größen von 100 bis zu mehr als 5.000 Quadratmetern können besichtigt werden. Gleichgesinnte treffen sich. Es findet ein Ideenaustausch unter Gärtnern statt. Man unterhält sich über Pflanzenarten und deren Sorten. Geheimtipps werden ausgetauscht, Bezugsquellen verraten. Mancher Steckling oder Ableger wechselt den Besitzer. Man bespricht Probleme der Vermehrung, Düngung und Überwinterung von Blumen und natürlich geht es auch ums Wetter im Allgemeinen oder um Schwierigkeiten mit Schnecken, Wühlmäusen, Blattläusen oder den Mehltaubefall im Besonderen.

Weitere Themen sind Gartenwege, Sitzecken, Stützmauern, Sichtschutzelemente, Gartenmöbel oder die räumliche Aufteilung im Garten. Auch die Themen „Kunst oder Tiere im Garten“ spielen eine immer größere Rolle.

Der Reiz der Aktion „Offener Garten“ liegt gegenüber der Präsentation von Themengärten auf den großen, offiziellen Gartenschauen darin, dass man hier nicht nur ein Werk bewundern kann, sondern zugleich den Meister oder die Meisterin kennen lernt. Gärten sind immer ein Ausdruck der persönlichen Lebensphilosophie.

Allen Gartenbesitzern, die bereit sind, ihre Gärten zum „Tag der offenen Gartentür“ im Kreis Kleve am 28. Juni, in der Zeit von 11 bis 18 Uhr zu öffnen, möchte der Kreisverband Kleve für Heimatpflege bereits jetzt Anerkennung zollen, da hierzu auch ein Stück weit Mut und Breitschaft gehört, indem man seinen privaten Bereich für andere öffnet.

Teilnehmer 2026

Dael-Garten, Gisela und Peter Hilgers, Im Vogelkamp 5 in Kevelaer-Twisteden; Selbstversorgergarten AIK, Andrea Kanter, Hauer Straße 13 in Bedburg-Hau; Sonja Förster, Horionstraße 16 in Bedburg-Hau; Familie Grütters, Overfeldsweg 1 in Kevelaer-Wetten und Museum Schloss Moyland Am Schloss 4 in Bedburg-Hau.