Suche nach dem Ursprung Straelens
Freunde und Förderer des Stadtarchivs geben Bodenradar-Untersuchung in Auftrag
STRAELEN. In Dokumenten, die viele Jahrhunderte alt sind, findet man Hinweise auf ein „Huus ter Strala“. Und wenn Straelen im übernächsten Jahr 600 Jahre Stadtrechte feiern kann, heißt das, dass dieses „Huus“ deutlich älter sein muss, denn die Stadtrechte wurden nur an bestehende Ansiedlungen oder Dörfer verliehen. Und höchstwahrscheinlich handelte es sich bei dem „Huus ter Strala“ um ein größeres Anwesen, das mit Palisaden oder Gräben geschützt war.
Wo aber stand dieses Haus? Die bei verschiedenen Baumaßnahmen gemachten archäologischen Funde deuten auf einen Standort am Ostwall gegenüber des heutigen Rewe- und dm-Marktes hin.
Der Verein der Freunde und Förderer des Stadtarchivs Straelen hatte die Firma Terra((Sense aus Bonn beauftragt, die noch vorhandenen freien Flächen mit einem Bodenradar zu untersuchen. Bei einer solchen Untersuchung fährt ein an einen großen Rasenmäher erinnerndes Gerät Streifen für Streifen die Freifläche ab und sendet elektromagnetische Wellen in die tieferen Bodenschichten. Die reflektierten Signale werden aufgezeichnet und später ausgewertet. Dabei zeigen sich die unterschiedlichen Strukturen im Boden, ehemalige Fundamente vergangener Bebauung können dadurch eindeutig lokalisiert und vermessen werden. Der Freundeskreis Stadtarchiv wartet mit Spannung auf das Ergebnis der Bodenuntersuchung in der Hoffnung, mit dieser Methode den Standort des „Huus ter Strala“ möglicherweise gefunden zu haben.
Die kostenintensive Bodenradar-Untersuchung war nur möglich dank der Unterstützung durch Privatpersonen und der Straelener Unternehmen. Der Verein der Freunde und Förderer des Stadtarchivs dankt allen Spendern herzlich.
Stadtarchivarin Claudia Kurfürst, Vorstandsmitglieder des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtarchivs und Mitarbeiter der Firma Terra((Sense. Foto: privat