Exkursion zur Baumschule „Baum & Bonheur“ mit Studenten und Organisatoren der Hochschule Rhein-Waal und weiteren europäischen Partnern. Foto: Agrobusiness Niederrhein
3. Juli 2025 · Niederrhein

Studierende entwickeln Lösungen für Agrarbranche

Rückblick auf eine interregionale Baumschulexkursion in Nettetal

NIEDERRHEIN. Im Rahmen der Agroforst-Sommerwoche des „TransRegInt-Projekts“ der Hochschule Rhein-Waal fand eine Exkursion einiger freiwilliger Studierender zur Baumschule „Baum & Bonheur“ in Nettetal statt. Dieser inspirierende Tag wurde im Rahmen des Interreg-Projekts „Agropole Innovates“ von Agrobusiness Niederrhein und dem Brightlands Campus Greenport Venlo in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Baum & Bonheur und Compas Agro
organisiert.

Deutsche, niederländische und internationale Studierende der Hochschule Rhein-Waal, der HAS Green Academy und von Yverta nahmen an einem abwechslungsreichen Programm teil. Dabei waren vor allem die Studiengänge Agribusiness, Sustainable Agriculture und Biologie vertreten. Neben den allgemeinen Tätigkeiten in Baumschulen ging es vor allem um Nachhaltigkeitsthemen wie die Einsparung von Pflanzenschutzmitteln, klimafreundliche Bäume und besonders robuste Pflanzen für Extremwetterereignisse sowie die grenzüberschreitende deutsch-niederländische Zusammenarbeit bei diesen wichtigen Themen.

Der Tag begann mit Präsentationen über das deutsch-niederländische Interreg-Projekt „Agropole Innovates“ sowie über die Unternehmen „Baum & Bonheur“ und „Compas Agro“. Im Anschluss erhielten die Studierenden bei einer Führung durch die Versuchsfelder der Baumschule Einblicke in das Projekt „Pro Healthy Tree“. Dieses konzentriert sich auf die frühzeitige Erkennung von Krankheiten und Schädlingen in Baumschulen sowie die Entwicklung präventiver Maßnahmen in Form von Prognosemodellen. Der Fokus liegt dabei unter anderem auf Blattfleckenkrankheiten bei Linden, Mehltau bei Eichen und Felsenbirnen sowie der Vorbeugung von Borkenkäferbefall bei Eichen. Ein wichtiges Ziel von „Agropole Innovates“ ist es, junge Fachkräfte in der Region zu halten. Dies wird durch das „Authentic Learning Environment“ gefördert. Dabei werden praxisorientierte Fragestellungen und Lösungsansätze gemeinsam von Studierenden und Unternehmen der grünen Branche
erarbeitet. Nach der Führung und einem gemeinsamen Mittagessen arbeiteten die Studierenden in einem Workshop das Thema „Nachhaltigkeit in der Baumschulbranche“ in gemischten Gruppen auf und diskutierten vier Statements, die sie den drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – zuordneten. Die Ergebnisse wurden Baum & Bonheur und Compas Agro vorgestellt, die daraufhin Feedback gaben und mit den Studierenden ins Gespräch kamen. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in digitalen Postern festgehalten.

Der Tag endete mit einer „Goodie-Bag“, einem Teilnahmezertifikat und vor allem mit viel neuem Wissen und Inspirationen zu den Themen Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit in der Grenzregion. Die Studierenden hatten außerdem die Möglichkeit, ihre Kontaktdaten für mögliche Praktika, Abschlussarbeiten oder Karrierechancen auszutauschen. Für die Studierenden und Akteure der Grünen Branche in der deutsch-niederländischen Grenzregion war es ein gelungener und lehrreicher Tag.

Exkursion zur Baumschule „Baum & Bonheur“ mit Studenten und Organisatoren der Hochschule Rhein-Waal und weiteren europäischen Partnern. Foto: Agrobusiness Niederrhein