Stillstand im Ortskern Alpen
Erstes Bürgerforum der FBA wurde gut angenommen
Überregionale Geschäfte wie Action, Tedi und DM die in der Regel ihr umfangreiches Warensortiment in größeren Liegenschaften anbieten möchten, dürfen sich hingegen aktuell nicht außerhalb des Ortskerns ansiedeln, wenn ihr Sortiment mehr als 15 Prozent von Waren beinhaltet, das der Grundversorgung dient. Das tut es aber in der Regel sehr deutlich. Damit sei es nahezu ausgeschlossen, dass sich solche Quotenbringer in Alpen ansiedeln. „Wir würden eine solche Ansiedlung sehr begrüßen“, sagt Timo Aldenhoff, „andere Kommunen in der unmittelbaren Nähe machen es uns vor. Dadurch könnte der Effekt des Kaufkraftabflusses in andere Kommunen wie Xanten oder Sonsbeck deutlich schwinden und das Geld verbliebe in Alpen.“ Nach Ansicht der FBA verlagern viele Alpener Bürger ihre Einkäufe in die Nachbarkommunen, wenn sie beispielsweise nach Xanten zu Action, DM oder einem Elektromarkt fahren und dann „um die Ecke“ ihren Lebensmitteleinkauf bei einem Vollsortimenter oder Discounter gleich miterledigen. Dieses Geld ginge dem Alpener Einzelhandel dann unnötigerweise verloren. Das gelte es zu verhindern.
Die FBA regt an, dass bei der Beauftragung des Einzelhandelskonzeptes eine repräsentative Bürgerbeteiligung durchgeführt wird. Ein Einzelhandelskonzept ohne die Meinung der davon unmittelbar betroffenen Bürger sei nur wenig aussagekräftig. Dies sei auch auf dem ersten von der FBA veranstalteten programmatischen Bürgerforum am vergangenen Dienstag diskutiert und für notwendig erachtet worden.
„Bei der letzten Aktualisierung des Konzeptes hatte der Gutachter auf meine Nachfrage hin seinerzeit einräumen müssen, dass eine Befragung der Bürgerschaft auf ausdrücklichen Wunsch der Gemeinde ausgeblieben sei. Dieser Fehler darf sich nicht wiederholen“, sagt Thomas Hommen.
Dem Umstand, dass sich die CDU vorstellen kann, die Ansiedlung eines Vollsortimenters wie Rewe oder Edeka auf dem Grundstück des alten Feuerwehrgerätehauses nun auch ohne eine Wohnbebauung im Herzen von Alpen realisieren zu wollen, sieht die FBA vor dem Hintergrund des ohnehin knappen Wohnraumangebotes auf dem Gemeindegebiet skeptisch. „Vielleicht findet sich ja noch eine Möglichkeit mit weniger Wohnbebauung und Anwohner Parkplätzen. Das hier natürlich Kosten und rechtliche Vorgaben eine Rolle spielen, ist uns bewusst. Gut, dass aber jetzt Bewegung in das Thema kommt und versucht wird, einen Vollsortimenter zeitnah in Alpen anzusiedeln. Aufgrund des wohl beschlossenen, und aus unternehmerischer Sicht nachvollziehbaren Weggangs von Edeka, ist eine zeitnahe Lösung aus unserer Sicht unausweichlich, auch wenn hier Kompromisse bezüglich des Wohnungsbaus gemacht werden müssen.“, sagt Timo Aldenhoff. Daher steht die FBA der Idee, dem knappen Wohnungsangebot dadurch entgegenzuwirken, in dem man Gesellschafter in einer Wohnungsbaugenossenschaft wird, positiv gegenüber „Der Vorschlag ist in jedem Fall eine Überlegung und Prüfung wert und wird je nach Ausgestaltung von uns als positiv erachtet. Klar ist, dass gerade auf dem Wohnungsmarkt in Alpen etwas geschehen muss. Deswegen ist es sinnvoll, dass hier auch neue Wege und Lösungsansätze in die Prüfung mit einbezogen werden“, so das Vorsitzenden-Trio.