Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder, Lehrer Steffen A. Schmidt, Lehrer Dr. Johannes Hellenbrand und Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Dr. Jens Brandenburg (v.l.). Foto: Martin Klemmer/Bitkom e.V.
23. März 2024 · Straelen

Städtisches Gymnasium Straelen ist nun „Smart School“

Digitale Vorreiterschule: Auszeichnung in Berlin durch den Digitalverband Bitkom verliehen

STRAELEN. Vor Kurzem durften die Lehrkräfte Steffen Schmidt und Dr. Johannes Hellenbrand stellvertretend für das Städtische Gymnasium Straelen die Auszeichnung als Smart School in Berlin entgegennehmen. Der Digitalverband Bitkom zeichnet in jedem Jahr die besten Schulen aus, die sich mit Erfolg auf den Weg in die digitale Zukunft gemacht haben und als digitale Vorreiterschulen gelten können.

Mit der Auszeichnung als Smart School werden Schulen gewürdigt, die überzeugende Konzepte zur Digitalisierung von Schule und Unterricht haben und digitale Bildung schon heute praktisch realisieren. „Smart Schools“ vereinen digitale Infrastrukturen mit digitalen Inhalten und pädagogischen Konzepten, die von entsprechend qualifizierten Lehrkräften umgesetzt werden.

Das Städtische Gymnasium Straelen hatte sich unter anderem mit seinem Konzept zur Vollausstattung der Schüler mit Tablets und Microsoft 365 ab Klasse 7 beworben. Das Konzept ermöglicht es, bewährte Praktiken im Unterricht weiterhin anzuwenden, aber gleichzeitig genügend Raum für die (digitale) Weiterentwicklung von Unterricht zu gewährleisten.

Anders als an anderen Schulen hat das Städtische Gymnasium Straelen zusammen mit dem Schulträger beschlossen, die „Dienstgeräte“ der Schüler ohne Elternanteil zur Verfügung zu stellen, sodass alle unabhängig von ihrem Hintergrund von der Digitalisierung profitieren können. Dabei wird auf einen barrierefreien Ansatz gesetzt, sodass unabhängig vom Endgerät und Betriebssystem auf das Lehr- und Lernmaterial zugegriffen werden kann. „Digitales Arbeiten ist daher am Städtischen Gymnasium Straelen keine Besonderheit für ausgewählte Stunden, sondern aufgrund der Vollausstattung mit Tablets und Microsoft 365 sowie einem flächendeckenden Breitbandinternet Alltag. Dieser alltägliche und selbstverständliche Umgang mit digitalen Werkzeugen unterstützt die Schülerinnen und Schüler beim Erwerb derjenigen Schlüsselkompetenzen, die ihnen eine Teilhabe in einer zunehmend digitalen (Arbeits-)Welt ermöglichen“, erklären Steffen Schmidt und Dr. Johannes Hellenbrand.

Hochkarätige Gäste

Für die Veranstaltung rund um die Preisverleihung hatte der Digitalverband Bitkom hochkarätige Gäste in die SAP-Zentrale in Berlin eingeladen: Doreen Friedrichs, Bildungsexpertin bei der Deutschen Telekom, eröffnete mit einer Laudatio den Abend. In einer Paneldiskussion mit dem Thema „Zielbild Digitale Bildung: Aus der Vergangenheit lernen & Fortschritt schaffen?“ trafen Gina Vargiu-Breuer (Chief People Officer und Arbeitsdirektorin SAP), Florian Fabricius (Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz), Dr. Torsten Kühne (Staatssekretär, Senat für Bildung, Jugend und Familie, Berlin) und Dr. Jens Brandenburg (Parlamentarischer Staatssekretär Bundesministerium für Bildung und Forschung) aufeinander, um über aktuelle Bildungsthemen, wie den Digitalpakt 2.0, zu diskutieren.

Im Anschluss verliehen schließlich Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder und Dr. Jens Brandenburg die Auszeichnungen an die elf neuen Smart Schools. Zum Abschluss schickte Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung, per Videoaufzeichnung ihre Glückwünsche an die Anwesenden.

Warum der Wettbewerb?

„Die Smart Schools zeigen beispielhaft, wie sich schulischer Unterricht und Bildungsangebote digitalisieren lassen. Wir brauchen Schulen, die Schülerinnen und Schüler fit machen für die digitale Welt und das Interesse an der Technologie hinter dem Bildschirm wecken“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Die Auszeichnung rückt Schulen ins Rampenlicht, die gute Ideen erfolgreich umsetzen und so anderen als Vorbild dienen und ihre Erfahrungen weitergeben können.“

Über den Wettbewerb

Deutschlands Schulen mit den besten Konzepten und Projekten zur Digitalisierung werden Teil des bundesweiten „Smart School“-Netzwerks mit 127 Standorten. Der Wettbewerb wird von der Deutschen Telekom unterstützt. Die ersten „Smart Schools“ wurden 2016 im Rahmen des Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung – dem heutigen Digitalgipfel – im Saarland ausgezeichnet. Seit 2017 wird der Wettbewerb jährlich ausgetragen. Ziel ist es, in den kommenden Jahren flächendeckend „Smart Schools“ einzurichten, von denen andere Schulen lernen können. Weitere Informationen gibt es unter www.smart-school.de.

Der Bitkom wurde 1999 gegründet und vertritt heute mehr als 2.000 Mitgliedsunternehmen – darunter rund 1.000 leistungsstarke kleine und mittlere Unternehmen, über 500 Tech-Start-ups und nahezu die Hälfte der 40 DAX-Unternehmen sowie viele weitere Global Player.

Übergeordnetes Ziel des Bitkom ist es, Deutschland zu einem führenden Digitalstandort zu machen, die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft und Verwaltung voranzutreiben, digitale Souveränität zu stärken und eine breite gesellschaftliche Teilhabe an den digitalen Entwicklungen zu erreichen. Der Verband bemüht sich deshalb unter anderem um den beschleunigten Ausbau von Gigabitnetzen und digitalen Infrastrukturen für Energie und Verkehr, für den Handel und Smart Homes, für Städte und Regionen. Es geht um die politische Flankierung datengetriebener Geschäftsmodelle, um Schutz und Sicherheit, Plattformmodelle, disruptive Technologien und die Arbeit 4.0. Und es geht um Bildung für die digitale Welt: in Schulen, Hochschulen und – immer wichtiger – neue Formen der lebensbegleitenden Weiterbildung.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder, Lehrer Steffen A. Schmidt, Lehrer Dr. Johannes Hellenbrand und Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Dr. Jens Brandenburg (v.l.). Foto: Martin Klemmer/Bitkom e.V.