Auf der neuen Infoseite informieren die beiden Versorger über ihre Einschätzung. Foto: fizkes
27. September 2024 · Goch

Stadtwerke Goch und Kleve mit gemeinsamer Infoseite

Bedenken hinsichtlich einer Ausweisung des Reichswaldes zum Nationalpark

GOCH/KLEVE. Der Kreistag des Kreises Kleve hatte am 23. April mit breiter Mehrheit beschlossen, sich nicht für die Einrichtung eines Nationalparks im Reichswald beim Landesumweltministerium zu bewerben. Diese Entscheidung führte zu einem Bürgerbegehren, welches der Kreistag nun am 26. September ebenfalls abgelehnt hat. Nun steht ein Bürgerentscheid bevor.

Der Reichswald ist eine bedeutende Quelle für die Trinkwasserversorgung vieler Bürger in der Region, so die Stadtwerke Goch und Kleve. Während die beiden Stadtwerke grundsätzlich nicht gegen die Einrichtung eines Nationalparks seien und sich vielfältig im Bereich Klima- und Umweltschutz einsetzen, müssten der Schutz und die Sicherheit der Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung oberste Priorität haben. Als zuverlässige Wasserversorger gehe es den beiden Häusern ausnahmslos um die derzeitige und insbesondere zukünftige sichere Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser.

Claudia Dercks, Geschäftsführerin der Stadtwerke Kleve GmbH: „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. Die Trinkwasserversorgung muss weiterhin stabil und sicher aus dem Reichswald gewährleistet werden.“ Die Stadtwerke Kleve und die Stadtwerke Goch haben im Hinblick auf den bevorstehenden Bürgerentscheid eine Informationsseite veröffentlicht, auf welcher sie ihre Bedenken hinsichtlich der Ausweisung des Reichswaldes zum Nationalpark im Hinblick auf die Sicherheit der Trinkwasserversorgung darlegen. Unter www.trinkwasser-im-reichswald.de informieren die beiden Versorger ausführlich. Neben der Beantwortung häufig gestellter Fragen besteht auch die Möglichkeit, über die Kontaktseite unmittelbar Fragen an die Trinkwasserversorger zu richten.

„Unsere Trinkwasserversorgung ist ein hohes Gut. Wir dürfen keine Kompromisse eingehen, wenn es um die Sicherheit dieser Versorgung geht“, erläutert Carlo Marks, Geschäftsführer der Stadtwerke Goch GmbH.

Die Einrichtung eines Nationalparks werde nach Einschätzung der beiden Stadtwerke erhebliche Einschränkungen mit sich bringen, die auch die Wasserversorgung gefährden könnten. Die bestehenden Bedenken wurden dem zuständigen Landesumweltminister Oliver Krischer in einer gemeinsamen Stellungnahme mitgeteilt. Laut Stadtwerke liegen leider bisher aus dem Ministerium keine konkreten Lösungsvorschläge vor. Aus Sicht der Stadtwerke lässt sich das Spannungsfeld zwischen der Gründung eines Nationalparks und einer zukunftssicheren Trinkwasserversorgung nicht lösen.

Auf der neuen Infoseite informieren die beiden Versorger über ihre Einschätzung. Foto: fizkes