Stadtbild Emmerich eV. sucht weitere Unterstützer
Neue Aktionen zur Verschönerung der Hansestadt sind bereits geplant
EMMERICH. Der Verein „Stadtbild Emmerich am Rhein“ setzt sich dafür ein die Hansestadt noch schöner – und damit attraktiver für Besucher zu machen. Viele Ideen wären jedoch nichts ohne Sponsoren. Mit neuen geplanten Aktionen möchten die Vereinsmitglieder nun weiter auf ihre Arbeit aufmerksam machen.
Das wohl sichtbarste Projekt des „Verschönerungsvereins“, wie ihn Vorsitzender Johannes Diks nennt, ist die Illumination der Emmericher Rheinbrücke. Mit ihrem hellroten Leuchten steht sie symbolisch für die Stadt und soll Schiffen auf dem Rhein, von der Niederlande kommend zugleich als „Einfallstor Deutschlands“ dienen. In der Vergangenheit musste der Verein bereits rund 4.800 Euro aufwenden, um defekte Leuchten auszutauschen. Dauerhaft könnte die Instandhaltung also etwas teuer werden. „Wir möchten die Illumination der Rheinbrücke langfristig sichern. Dafür brauchen wir aber Unterstützung“, sagt Schriftführerin Dr. Manon Loock-Braun.
Als Anreiz für eine Spende gilt die namentliche Verewigung aller Sponsoren auf einer Metallstele an der Promenade. „Wir möchten noch mal in Erinnerung rufen, dass es auf der Stele noch viel Platz für weitere Namen gibt. Über Spenden jeglicher Art würden wir uns sehr freuen“, sagt Diks. Auch Unternehmen könnten so für sich werben, ergänzt Loock-Braun. Um auf der Stele namentlich genannt zu werden, fällt für Privatpersonen eine Mindestspende von 500 Euro an. Hauptspender wird man ab einem Betrag von 1.000 Euro. Unternehmen die mehr als 3.000 Euro spenden, erhalten ihr Logo auf der Stele sogar beleuchtet.
Ein weiteres Vorhaben des Vereins ist die Errichtung eines neuen Fotopunkts an der Rheinpromenade. Ein Schriftzug mit Logo „Emmerich am Rhein“ bei der Stadtplatte könnte es dafür geben. Ein nötiger Antrag wird dem Stadtrat bald vorgelegt, doch es gibt bereits Kritiker: „Bei ersten Gesprächen wurden schon Argumente gegen den Schriftzug genannt“, berichtet Diks weiter. Darunter beispielsweise Bedenken beim Hochwasserschutz. Die Kosten lägen bei etwa 20.000 Euro, wenn man den Schriftzug aus Aluminium, inklusive Betonfuß gestalte. Beiratsmitglied Ludger Hövelmann betont, der Verein hoffe trotzdem auf wenige Gegenstimmen im Rat. Insbesondere wegen der guten Platzierung mit der Rheinbrücke im Hintergrund. „Außerdem kann der Schriftzug einen Anreiz geben, um mit Fotos mehr Werbung für die Stadt Emmerich zu machen“, sagt Loock-Braun dazu.
So könnte der neue Fotopunkt bei der Stadtplatte an der Rheinpromenade aussehen. Foto: KI generiert / Stadtbild Emmerich eV.
Ein Projekt, wo die Umsetzung längst beschlossen und in die Wege geleitet wurde, ist die neue Winterbeleuchtung an der Kirchstraße. „Es gibt vor der Gaststätte Zum Raben einen Baum, den wir bald mit Lichterketten beleuchten möchten“, berichtet Diks. „Die Lichterkette ist dehnbar und wächst mit. So kann sie dauerhaft im Baum verbleiben.“ Das Kabel führt dann durch Kabelkanäle zum Boden. So soll es vor mutwilliger Zerstörung geschützt werden. „Am Neumarkt hatten wir das Problem, dass manche Leute das Kabel der Lichterkette immer wieder durchtrennt haben. Das möchten wir nun mit einem Kabelkanal verhindern“, erläutert der Vorsitzende.
Weitere kleinere Details haben die Innenstadt schon in der Vergangenheit verschönert. Dazu gehörten beispielsweise Blumenampeln, die durch den Verein angebracht wurden. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde der Stadtbild Emmerich eV. kürzlich auch mit dem 3. Platz des Heimatpreises ausgezeichnet. Die Verantwortlichen hoffen, ihre geplanten Projekte bald umsetzen zu können und auf weitere engagierte Unterstützer. Interessierte sind Willkommen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Euro im Jahr.
Der Vorstand des Stadtbild Emmerich eV. wünscht sich weitere Engagierte Mitglieder und das er seine geplanten Projekte bald in die Tat umsetzen kann. NN-Foto: J. Kurschatke