"Silja Rima präsentiert ihren Roman in Haldern am 9. November, Autorenlesung, Buchvorstellung"
16. Oktober 2026 · Rees

Spannung trifft Geschichte: Lesung mit Silja Rima in Haldern

„Schließfach 1974“ beleuchtet DDR-Vergangenheit und die Folgen staatlicher Eingriffe

HALDERN. Silja Rima liest am Montag, 9. November, um 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) in der Theater- und Kulturwerkstatt Haldern, Klosterstraße 15, aus „Schließfach 1974 – Der einzige Beweis“, einem psychologischer Spannungsroman mit Krimielementen.

„Schließfach 1974 – Der einzige Beweis“ verbindet ostdeutsche Zeitgeschichte, persönliche Schuld und die Folgen staatlicher Eingriffe. Der Roman bildet den Auftakt der Reihe um die Düsseldorfer Ermittler Lara Kraft und Martin Weber.

Im Zentrum stehen Anna und Katrin, zwei Frauen, die in der DDR geboren wurden und deren Lebenswege unterschiedlicher kaum sein könnten. Seit ihrer ersten Begegnung im Jahr 1977 sind sie durch ein schmerzhaftes Geflecht aus Schuld, Ohnmacht und unausgesprochenen Wahrheiten miteinander verbunden. Jahrzehnte später treffen sie sich in Düsseldorf zufällig wieder. Dieses Wiedersehen setzt eine Entwicklung in Gang, die nach all der Zeit das Leben mehrerer Menschen dramatisch verändert. Kurz darauf wird eine der beiden Frauen leblos aufgefunden.

Bei der Aufklärung des Todesfalls stoßen die Ermittler auf Hinweise, die auf verstörende Machenschaften der Staatssicherheit hindeuten. Unrecht, das für immer im Dunkeln bleiben sollte, rückt plötzlich wieder in die Gegenwart. Der einzige Beweis ist eine achtunddreißig Jahre alte Krankenhausakte.

„Schließfach 1974 – Der einzige Beweis“ nähert sich diesem Kapitel ostdeutscher Vergangenheit nicht dokumentarisch, sondern erzählerisch. Der Roman fragt nach Schuld, Verlust und der Möglichkeit von Wahrheit nach Jahrzehnten des Schweigens. Er erzählt von Menschen, deren Leben durch Entscheidungen geprägt wurden, die weit über den Augenblick hinausreichen, und richtet den Blick auf die Grauzonen zwischen Anpassung, Angst und Verantwortung.

Silja Rima verbindet in ihrem Roman psychologische Tiefe mit Spannung und gesellschaftlicher Relevanz. Die Geschichte richtet sich an Leserinnen und Leser, die persönliche Schicksale im Spannungsfeld ostdeutscher Zeitgeschichte interessieren und die Spannung nicht nur aus äußeren Ereignissen, sondern auch aus inneren Konflikten, biografischen Brüchen und lange verdrängten Wahrheiten beziehen.

Der Eintritt beträgt 15 Euro. Reservierung unter Telefon 01573/8910085 und per E-Mail an siljaboehling-buhl@web.de.

Silja Rima stellt am 9. November in Haldern ihren Roman vor. Foto: privat