"Reitsport auf Anlage Kirchstraße, RuFV Rheurdt, Pferd und Reiter in Aktion"
19. Juni 2026 · Rheurdt

Spannung bei Dressur, Springen und Gelände

RuFV Rheurdt lud zum dreitägigen Wettkampf

RHEURDT. Die Reitsportanlage an der Kirchstraße beim RuFV Rheurdt konnte am zweiten Juni-Wochenende für alle Pferdesportbegeisterten beste Bedingungen darbieten. An allen drei Wettkampftagen konnte der RuFV Rheurdt eine hohe Starterfüllung mit vielen Nachnennungen verzeichnen.

Bei trockenem Wetter ließ es sich bei angenehmen Temperaturen für Reiter sowie Ponys und Pferde bereits ab Freitagnachmittag bei den ersten mittelschweren Prüfungen in Klasse M auch auf der Platzgröße 20 x 60 Meter sehr gut reiten. Der neugestaltete Dressurplatz wurde voll und ganz genutzt, auch die Richter lobten, dass die Anlage in diesem Topzustand auch großen Dressurprüfungen standhalten kann.

Stephan Derks vom Kreisverband Kleve: „Zunächst stand eine Dressurreiterprüfung der Klasse M auf dem Programm. Im Unterschied zur klassischen M-Dressur bewerten die Richter hier nicht allein das Ergebnis einer Lektion, sondern auch deren Entstehung. Fehler wurden differenzierter betrachtet und in Zusammenhang mit dem Reiten des Paares gesetzt. Am Richtertisch saßen Bodo Maiwurm und Ulrich Eickershoff, die Leonie Bartling, Neuss, auf Daddy‘s Daylight mit der Wertnote 7,8 bewerteten. Damit sicherte sich die Reiterin die Goldschleife vor Anna-Lena Krahnen vom Gelderner Brauershof auf Dynoro (7,6). In der anschließenden M-Dressur auf Kandare drehte Anna-Lena Krahnen jedoch den Spieß um. Mit dem von August Camp gezogenen Wallach Dynoro ritt sie an die Spitze des Teilnehmerfeldes und gewann die höchstdotierte Dressurprüfung des Turniers.“

Vollkommen bewährt hat sich in diesem Jahr auch der Wechsel der Abreite-Plätze für Dressur und Springen. So konnten alle auf dem Untergrund ihre Pferde vorbereiten, Dressurreiter auf Sand und Springreiter auf Rasen, auf dem sie auch anschließend ihre Prüfungen meisterten. Außerdem konnten die Flächen so besser genutzt werden.

Stephan Derks erzählt: „Auf dem Springplatz, dessen Parcours von Matthias Tüting anspruchsvoll und leistungsgerecht gestaltet worden war, entwickelte sich die Stilspringprüfung der Klasse L mit Stechen zum sportlichen Höhepunkt. Die von Birgit Gerstmann und Ulrich Eickershoff bewertete Prüfung vereinte die Anforderungen eines stilistisch anspruchsvollen Umlaufs mit der Spannung eines entscheidenden Stechens auf Zeit. Während zunächst das harmonische und rhythmische Reiten im Vordergrund stand, zählten im Stechen vor allem Fehlerfreiheit und Tempo.

Sieg für Stefan Fronhoffs

Den Sieg sicherte sich Stefan Fronhoffs, Sevelen, auf Fidelius. Nach einer Stilnote von 7,1 absolvierte das Paar das Stechen fehlerfrei in 30,77 Sekunden. Platz zwei ging an Antonia Oevem, Aldekerk, mit dem zwölfjährigen Wallach Connected Ride, die ebenfalls ohne Fehler blieb und nach 31,17 Sekunden die Ziellinie passierte.

Auch die Amazonen aus den eigenen Reihen des RuFV Rheurdt waren in diesem Jahr erfolgreich. Die Schwestern Hanna und Sophie Dammertz erhielten beide die goldene Schleife in ihrer Prüfung. Hanna Dammertz in der Dressurreiter A und Sophie Dammertz für den ersten Platz beim Dressurreiter-WB. Alisa Bein erritt sich in der A-Dressur den ersten Platz sowie in der L-Dressur die silberne Schleife. Finja Vermaßen belegte in der Prüfung der Dressurreiter M einen hervorragenden 4. Platz. In der L-Dressur wurde Anny Hartmann siebte. Ihre Schwester Marie Hartmann belegte in der gleichen Prüfung den 3. Platz sowie im A**Springen den 8. Platz.

Vielseitigkeitsturnier am Sonntag

Am Sonntag konnte zum zweiten Mal ein kleines Vielseitigkeitsturnier mit Geländestrecke absolviert werden. Großes Interesse fand auch das A*-Springen mit Geländehindernissen, das gleichzeitig als Wertungsprüfung zum AKA-Cup 2026 ausgetragen wurde. Hier setzte sich Nova-Sophie Hermanns, Lembeck, auf Prinz mit der hervorragenden Wertnote 8,4 durch. Den zweiten Rang belegte Jan van Megen vom VV Grün-Schwarz Vorst auf Curt M mit einer Wertnote von 8,0.

Eine besondere Facette des Vielseitigkeitssports bot die Hunterprüfung Gelände. Anders als in klassischen Geländeprüfungen spielte die Zeit hier keine Rolle. Stattdessen stand die Manier des Pferdes im Mittelpunkt. Bewertet wurden ein gleichmäßiger, flüssiger Jagdgalopp, harmonische Sprungabläufe sowie ein möglichst unauffälliges Zusammenspiel zwischen Reiter und Pferd. Dr. Birgit Hartmann vom RuFV Rheurdt ergänzt, dass bei dieser Prüfung also auch Sitz und Einwirkung des Reiters im Vordergrund stehen. Den Sieg errang Sibylle Hendricks, Veen, auf Cyra vor Viola Rose, Kamp, auf Taher.

Beeindruckenden Mut und großes Können bewies auch der Reiternachwuchs. In der kombinierten E-Prüfung aus Dressur, Springen und Geländeritt, die zugleich als Wertung zum Weirich-Cup zählte, setzte sich Mylie Christa Senf von den Steverheides Dondrup durch. Platz zwei belegte ihr Bruder Sidney Mario Senf auf Donier de Lux. Die Streckenführung und die Geländehindernisse wurden von allen Startern sehr gelobt.

Senioren-Kaffee

Vereinsarbeit heißt auch, immer wieder Neues zu etablieren und so hat der Verein am Sonntagmittag seine Ehrenmitglieder zum Senioren-Kaffee eingeladen. Bei Kaffee und besten Kuchen und aufwendigen Torten aus der RuFV Cafeteria versammelten sich die „Oldies“ des Vereins zum sportlichen „Schnack“. So konnten auch die neuen Ehrenmitglieder, die an der Ehrung während der Pfingstkirmes beim Ball der Festkettenträgerin nicht vor Ort waren, noch einmal ausgezeichnet werden. Sie konnten neben der Geländeprüfung der Springreiter auch die Jüngsten im Verein auf dem Fahrplatz bei der Vorstellung der Voltigierer erleben.

Der RuFV Rheurdt dankt allen fleißigen Helfern und Mitgliedern sowie großartigen Sponsoren, die dieses Pferdesportevent stemmen.

Toller Reitsport war auf der Reitsportanlage an der Kirchstraße beim RuFV Rheurdt zu erleben. Foto: privat