"Filmausschnitt Stranger Than Paradise, minimalistische Handlung, stilvoller Schwarz-Weiß-Film"
10. Juli 2026 · Kleve

Sommerkino im Kurhaus

Programm „Lakonie & Skurriler Humor“ - eine Hommage an Jim Jarmusch

KLEVE. Auch in diesem Sommer setzt das Museum Kurhaus Kleve die erfolgreiche Reihe des Sommerkinos fort. Die Aufführungen finden in Zusammenarbeit mit Tichelpark Cinemas, Kleve, im Innenhof des Museums statt und werden jeden Donnerstag vom 16. Juli bis zum 13. August, jeweils um 21 Uhr, durchgeführt. Die diesjährige Reihe ist unter dem Titel „Lakonie & Skurriler Humor“ eine Hommage an den Regisseur Jim Jarmusch. Der Eintritt zum Sommerkino ist frei.

Bitte Eingang direkt beim Friedrich-Wilhelm-Bad benutzen. Bei Regen fallen die Veranstaltungen aus, was frühzeitig auf der Webseite und in den sozialen Medien bekannt gegeben wird.

Los geht es am Donnerstag, 16. Juli, ab 21 Uhr. Den Auftakt macht der Film „Stranger Than Paradise“, der in drei Kapiteln und mit viel trockenem Humor die Beziehung zwischen Bela „Willie“ Molnar, seiner Cousine Eva und seinem Freund Eddie erzählt. Der Film zeichnet sich durch eine minimalistische Handlung aus, in der die Hauptfigur Willie Besuch von seiner Cousine Eva aus Ungarn erhält. Eva bleibt zehn Tage bei ihm, bevor sie nach Cleveland weiterreist. Ein Jahr später fahren Willie und sein Freund Eddie nach Cleveland, um sie zu besuchen, und die drei unternehmen anschließend eine Reise nach Florida. Regie, Co-Drehbuch und Co-Schnitt stammen von Jim Jarmusch; in den Hauptrollen sind der Jazzmusiker John Lurie, der ehemalige „Sonic Youth“-Schlagzeuger und Schauspieler Richard Edson sowie die in Ungarn geborene Schauspielerin und Geigerin Eszter Balint zu sehen.

Am 23. Juli wird „Night on Earth“ gezeigt, ein Film aus dem Jahr 1991, der aus fünf Episoden besteht, die sich in derselben Nacht zur ungefähr gleichen Zeit abspielen und von den flüchtigen Begegnungen zwischen Taxifahrern und Fahrgästen handeln. Die komisch-tragischen Geschichten spielen in den fünf Städten Los Angeles, New York City, Paris, Rom und Helsinki. Jarmusch schrieb das Drehbuch in etwa acht Tagen, und die Auswahl einiger Städte richtete sich weitgehend nach den Schauspielern, mit denen er zusammenarbeiten wollte.

Der Roadmovie „Broken Flowers“ (30. Juli) dreht sich um einen in die Jahre gekommenen Don Johnston. Zur gleichen Zeit als der ewige Junggeselle Johnston von seiner Freundin Sherry verlassen wird, erfährt er, dass er einen 19-jährigen Sohn hat, der auf der Suche nach ihm ist. Sein Nachbar und Hobby-Detektiv Winston bringt ihn dazu, eine Liste mit ehemaligen Freundinnen aufzusetzen und stellt für Johnston einen kompletten Reiseplan mit Flug-, Auto- und Hotelbuchungen auf. Johnston macht sich auf eine Odysee quer durchs Land, um herauszufinden wer die Mutter sein könnte. Der Film wurde bei den Filmfestspielen in Cannes 2005 mit dem „Großen Preis der Jury“ ausgezeichnet.

Am 6. August folgt „The Dead Don´t Die“. In der verschlafenen Stadt Centerville geht die Sonne nicht mehr unter und es beginnen Zombies in die einst friedliche Stadt zu strömen. Die Menschen laufen Gefahr vom Aussterben bedroht zu werden und die Toten wollen einfach nicht sterben. Die Horror-Komödie von Jim Jarmusch besticht durch eine hochkarätige Besetzung von unter anderem mit Bill Murray, Adam Driver, Chloë Sevigny, Steve Buscemi, Tilda Swinton, Tom Waits, Iggy Pop und Selena Gomez.

„FatherMotherSisterBrother“ steht am 13. August auf dem Programm. In diesem Film geht Jim Jarmusch in drei komischen Dramen, die in den USA, Dublin und Paris spielen, der Unbeholfenheit und Nähe zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern nach. Der Film handelt von der uralten Frage: Wer sind oder waren die Eltern? Hatten sie bevor sie Kinder hatten ein eigenes Leben, das die Kinder niemals verstehen werden? Und ist es Schicksal, dass das eigene Leben von den eigenen Kindern ausgelöscht und als irrelevant oder tabu abgetan wird? Die Besetzung ist hochkarätig mit unter anderem Kate Blanchett, Charlotte Rampling, Adam Driver und Tom Waits.

Der Film „Stranger Than Paradise“ zeichnet sich durch eine minimalistische Handlung aus. Foto: Filmausschnitt „Stranger Than Paradise“