Sieben Aquarelle fürs Museum Kurhaus
Den kleinformatigen Blättern haftet eine starke Präsenz und unverwechselbare Bildsprache an
KLEVE. Die Malerin Lisa Hoever hat dem Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve sieben Aquarelle geschenkt. Hoever studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Rolf Sackenheim und Alfonso Hüppi, erhielt 1980 den Preis für Bildende Kunst der Stadt Düsseldorf, es folgten Stipendien und weitere Auszeichnungen, unter anderem 1985 bis 1986 Atelieraufenthalt im Künstlerhaus Bethanien in Berlin, 1987 Kunstpreis Villa Romana Florenz mit dortigem Aufenthalt. Seit über 35 Jahren lebt und arbeitet sie in der Schweiz.
Lisa Hoever, geboren in Münster, lebt seit 1988 in Bern, wo sie unter anderem als Dozentin an der Hochschule der Künste Bern tätig war. Lisa Hoever ist eine Malerin abstrakter Werke, die durch die Natur inspiriert sind. Ihr Hauptwerkzeug ist die Farbe, die sie auf magische Weise zu komponieren versteht. Lisa Hoever arbeitet vornehmlich mit Aquarellfarben, die schnell trocknen und keine nachträglichen Änderungen zulassen. Sie formuliert ihre Motive schnell, präzise und kompakt. Keines ihrer Aquarelle gleicht dem anderen, jedes besitzt einen eigenen Charakter, eine eigene Persönlichkeit, Stimmung und Atmosphäre.
Die Schenkung von sieben originalen Aquarellen an das Klever Museum kam durch einen Zufall zustande. Ihre am Niederrhein lebende Familie machte sie darauf aufmerksam, dass der Freundeskreis 2022 eine Edition, die anlässlich ihrer Ausstellung im Franz Gertsch Museum in Burgdorf aufgelegt wurde, als Schenkung erhalten hat. Lisa Hoever war darüber derart erfreut, dass sie das Museum Kurhaus Kleve in diesem Jahr kontaktierte und nicht nur die Schenkung des originalen Aquarells – das als Grundlage für die 2022 geschenkte Edition diente – tätigte, sondern darüber hinaus weitere sechs kleinformatige Aquarelle schenkte. Den besonders schönen und aussagekräftigen kleinformatigen Blättern haftet eine starke Präsenz und unverwechselbare Bildsprache an.
Die digitalen Wiedergaben werden den formschönen Unikaten kaum gerecht, die durch eine bestechende Kombination aus Farbkraft und Komposition überzeugen.
Freuen sich über die neuen Kunstwerke (v.l.): Jutta Tönnissen, Hubert Wanders, Harald Kunde und Harald Korth. NN-Foto: Rüdiger Dehnen