Die Frauen von Kolping Goch unter der Leitung von Helma Janssen. Foto: privat
23. September 2026 · Goch

Seniorinnen der Kolping Goch besuchten Kriegsgräberstätte Weeze

Umbettungen noch bis in die heutige Zeit

GOCH/WEEZE. Die Seniorinnen der Kolpingfamilie Goch besuchten die Kriegsgräberstätte Weeze. Unter sachkundiger Führung wurde der im Jahre 1950 von Bundespräsident Theodor Heuss eröffnete Soldatenfriedhof erkundet. Über 2.000 Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte.

Auch in jüngerer Zeit fanden und finden Umbettungen statt. Entwicklungen wie zum Beispiel der niedrige Wasserstand im Rhein brachten auch Überbleibsel der kriegerischen Auseinandersetzungen hervor. Neben Motorrädern der Wehrmacht sind auch einige Knochenreste von Soldaten inklusive Erkennungsmarken gefunden worden. Anhand der Marken kann die Identität eines Soldaten ermittelt werden und so ein vermisstest Familienmitglied nach über 80 Jahren zumindest die offenen Frage nach dem Verbleib des Vaters, Großvaters oder Onkels klären.

Auffällig viele junge und ältere Soldaten fanden in Weeze eine würdige Ruhestätte. Ein Hinweis darauf, das im sogenannten „Volksturm“ die letzten Reserven in den Krieg geworfen wurden. Nach dem Attentat auf Hitler im Juli 1944 und bis Mai 1945 waren nochmals so viele Todesopfer zu beklagen wie in den vier Jahren zuvor. Ein sinnloses Sterben in einem Krieg, der schon absehbar verloren war.

Die Gemeinde Weeze ist sehr darauf bedacht, den Soldatenfriedhof würdevoll zu erhalten und finanziert dies auch mit eigenen Geldern. Die Besucherinnen lobten den guten Pflegezustand und die erkennbare gärtnerische Gestaltungsleistung.

Die jährliche Gedenkfeier zum Volkstrauertag auf der Kriegsgräberstätte findet in diesem Jahr am 15. November um 11 Uhr statt.

Die Frauen von Kolping Goch unter der Leitung von Helma Janssen. Foto: privat