Senioren-Wunschbaum- Aktion geht in ihr siebtes Jahr
Die Abgabe der gekauften Geschenke erfolgt am 14. Dezember
Das Prinzip: Senioren ab 70 Jahren schreiben einen Wunsch auf einen Zettel, den sie dann in eine dafür vorgesehene Box in den hiesigen Senioreneinrichtungen einwerfen. Anschließend werden die Wünsche auf Sternen an einen Weihnachtsbaum gehängt, der uns freundlicherweise wieder von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wird. „Wer einen Wunsch erfüllen möchte, kann sich einen Stern nehmen und schon kann es losgehen“, erklärt Initiatorin Birgit Hommen.
„Ältere Menschen haben manchmal keine Angehörigen mehr oder können sich schlicht einen Wunsch zu Weihnachten nicht selber erfüllen. Die wirtschaftliche Situation tut ihr Übriges, sagt Thomas Hommen, der seiner Frau von Anbeginn der Aktion hilfreich zur Seite steht. „Wir möchten, wie in den Jahren zuvor, Abhilfe schaffen.“ Als Obergrenze für Geschenke wurde wieder ein Betrag von 20 Euro festgelegt. Oftmals hätten die Wünsche der Senioren in den vergangenen Jahren jedoch deutlich unter diesem Betrag gelegen. In fast allen Fällen wurde dann freiwillig noch etwas zum Schnuppen oder eine andere kleine Aufmerksamkeit, wie Selbstgebasteltes von Kindern, zu den Geschenken hinzugefügt.
Es müsse auch nicht zwingend ein materielles Geschenk sein, so Birgit Hommen. „Wenn sich ältere Leute einen Spaziergang durch den Ort, einen Spielenachmittag oder einen Besuch in Gesellschaft im Café wünschen, können natürlich auch solche Wünsche erfüllt werden.“
„In besonderer Erinnerung geblieben ist mir eine Wunscherfüllerin, die sich ab Januar diesen Jahres sehr liebevoll und intensiv um eine Bewohnerin des Marienstifts gekümmert hat. Mindestens einmal in der Woche wurde ein Besuch abgestattet und zahlreiche Ausflüge gemacht. Über die Monate entstand eine Freundschaft. Leider ist die Bewohnerin im Herbst verstorben.“ berichtet Thomas Hommen.
Vier große Sponsoren der Aktion haben sich erfreulicherweise vorab bereit erklärt einige Wünsche zu erfüllen. Dabei handelt es sich um ein Team von Mitarbeitern von Aldi Süd in Rheinberg, den Elektromeister Christian Lommen, den Kastanienhof von Silvia und Wolfgang Stoppa aus Alpen sowie der FreienBürgermeinschaft Alpen (FBA).
130 bis 150 Wünsche
Die Sterne – in der Regel hängen etwa 130 bis 150 Wünsche im Tannenbaum – können anlässlich des Nikolausmarktes in Alpen am Samstag, 7. Dezember, zwischen 15 und 20 Uhr vor dem Eingang des Rathauses abgeholt werden. Sollten am Samstag nicht alle Sterne abgeholt worden sein, besteht eine weitere Möglichkeit zur Abholung am Sonntag, 8. Dezember zwischen 11 und 18 Uhr beziehungsweise bis alle Sterne vergeben sind.
In den beiden vergangenen Jahren wurden unmittelbar am Stand auch noch Wünsche nachgemeldet, deren Erfüllung wir kurzfristig bewerkstelligen konnten. Wer also noch jemanden kennt, der sich über ein Geschenk freuen würde, kann sich gerne vor Ort persönlich an Birgit Hommen wenden.
Die Abgabe der gekauften Geschenke sollte dann möglichst am 14. Dezember zwischen 10 und 17 Uhr in Menzelen-West, Bönninger Straße 61 bei Familie Hommen erfolgen. Nähere Informationen dazu gibt es auf dem Nikolausmarkt.
„Gemeinsam mit den Alpenerinnen und Alpenern, mit deren großer Unterstützung wir in den vergangenen Jahren immer rechnen konnten, möchten wir die Geschenke wieder zeitig unter den Weihnachtsbaum legen können. Dabei wird die Anonymität der Seniorinnen und Senioren vollständig gewahrt“, versichert Birgit Hommen.
„Bisher sind in jedem Jahr alle Sterne vom Baum genommen und dadurch alle Wünsche erfüllt worden. Auf Alpen ist halt Verlass“, sagt Thomas Hommen abschließend.
Auf den Sternen stehen die Wünsche der Senioren. Foto: privat