Seltener Grabstein am Asperdener Friedhof restauriert
Projekt des Heimatvereins Asperden
ASPERDEN. Der Heimatverein Asperden hat sich mit Erfolg für die Restaurierung des Grabsteins in der Asperdener Friedhofsmauer eingesetzt.
Ein besonderer Dank gilt der Stiftung Volksbank an der Niers eG für Heimatforschung und Heimatpflege. Durch deren Spende sowie einen Eigenanteil des Heimatvereins konnte der Grabstein 2024 durch Derks & Deutsch Steinmetz & Steinbildhauer renoviert werden. Er kann jetzt wieder an der Friedhofsmauer besichtigt werden.
Der in die Friedhofsmauer eingelassene Grabstein stammt aus dem Jahr 1668 und bezeichnet die Ruhestätte eines Mitgliedes der Familie van Wylick. Neben dem Wylickschen Hauszeichen, das im oberen Teil des senkrechten Kreuzbalkens eingemeißelt ist, stehen die Buchstaben C.v.W.
Bei einer Untersuchung des Grabsteines stellte sich heraus, dass die ersten drei Buchstaben des Querbalkens O E N heißen, so dass auf dem nicht mehr vorhandenen abgeschlagenen linken Teil des Kreuzquerbalken die Buchstaben C v W am Hauszeichen darauf hinweisen, dass es sich um den Grabstein des Coen van Wylick handelt. Coen ist eine Koseform für Konrad oder Conrad. Vermutlich hat noch vor dem C, also dem Vornamen Coen das Wort Herr oder Vater gestanden hat. Conrad oder Coen van Wylick war der Vater des Peter van Wylick. Letzterer nennt sich daher auch nach damaliger Sitte Peter Coen van Wylick. Es sind damit noch beide Grabsteine des Peter van Wylick erhalten, aus denen sich folgende Genealogie ergibt. Conra van Wylick zu Asperden 2.3.1668 Anna Catharina verhert Peter van Wylick zu Asperden. Peter van Wylick war Rentmeister des Klosters Graefenthal.
Bei einem Spaziergang durch Asperden kommt man am Friedhof vorbei und sieht den in der Friedhofsmauer eingelassenen Grabstein.
Saniert durch den Gocher Steinmetz & Steinbildhauer-Betrieb. Foto: privat