Seelsorgewand als Ort der Unterstützung und des Austauschs
„Kirche 2 go“ in der Liebfrauenschule in Geldern
GELDERN. Die Liebfrauenschule in Geldern hat neues Mobiliar: Die Seelsorgewand zielt darauf ab, einen Ort der Unterstützung und des Austauschs zu schaffen. In der Pausenhalle wird sie nun als Anlaufstelle dienen, an der jeder seine Gedanken, Sorgen oder Wünsche anonym oder offen teilen kann. Mit Skizzen der Schülerinnen wurde von Haus Freudenberg ein Möbelstück entworfen, auf dem „give aways“ aus den Schulgottesdiensten liegen können, Blumen aufgestellt werden oder man einfach kurz innehalten kann. Im Falle eines Trauerfalls der Schulgemeinschaft kann hier ein Platz für Kondolenzbücher, Kerzen und stilles Gedenken sein. Jeder kann anonym Beiträge im Briefkasten hinterlassen, was eine ehrliche und offene Kommunikation fördert. Informationen über Beratungsangebote, Workshops oder Hilfsgruppen können ebenfalls präsentiert werden. Die Wand wird auch als Ort für positive Affirmationen und Ermutigungen dienen, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und den christlichen Glauben „greifbarer“ zu machen. Ulrike Marschner, Lehrerin und Beratungslehrerin, absolvierte im vergangenen Jahr ihre Fortbildung als evangelische Schulseelsorgerin, die sie mit diesem Projekt abschließen möchte. Sie widmet die „Soul Wall“ Sinan Lafci, einem verstorbenen Lehrerkollegen und Freund der Gesamtschule aus Neukirchen-Vluyn. Stellvertretend für alle Lehrer, die sich in und für Schulgemeinschaften auch „über den Unterricht hinaus“ engagieren. Das „Kirche 2 go“-Wandelement wurde während einer kleinen Andacht mit Nierswasser gesegnet und kann ab jetzt von Schülern, Lehrern und Mitarbeiter der Schule genutzt werden.
Judith Janzen, Hannah Lammert, Emely Baumbach, Julia Appelgants, Lehrerin Ulrike Marschner, Julia Wacker, Jana Mkayed, Filiz Taktak, Lucy Cramer und Dina Heetfeld (v.l.n.r.). Foto: privat