Die Schützenbruderschaft und die Firma Hülskens unterzeichneten beide den Vertrag. Foto: privat
10. Dezember 2024 · Xanten

Schützenbruderschaft Wardt bleibt im Schützenhaus

Der Nutzungsvertrag wurde für zehn weitere Jahre verlängert

WARDT. Mit der Verlängerung des Nutzungsvertrages kann die St. Willibrordus Schützenbruderschaft Xanten-Wardt, das Schützenhaus auch in den nächsten zehn Jahren nutzen. Das Vereinsheim gehört der Hülskens Holding GmbH & Co. KG, Wesel, die das Gebäude bis Anfang der 2000er Jahre als Büro- und Sozialgebäude während der Rohstoffgewinnung von Kies und Sand genutzt hatte.

Bereits 2004 wurde eine Vereinbarung getroffen, dass die Traditionsschützen die Immobilie als Vereinsheim und Luftgewehr-Schießstand umbauen und nutzen dürfen. Am 6. Dezember 2025 wurde ein entsprechender Vertrag von Hülskens Holding Geschäftsführer Christian Strunk sowie Brudermeister Heinrich Josef Bühren und Magret Willemsen unterzeichnet. Strunk: „Es ist immer schön zu sehen, dass nicht nur die ehemaligen Gewinnungsflächen mineralischer Rohstoffe, wie eben die bekannte Nord- und Südsee hier in Xanten vielfältig genutzt werden, sondern auch ehemalige Infrastruktur Mehrwerte für die Dorfgemeinschaft schafft.“

Bühren: „Wir sind sehr froh über die Kooperation mit Hülskens. Das Vereinsheim ist ein attraktiver Treffpunkt für unsere Mitglieder, für unser Schießtraining und die allgemeine Vereinsarbeit. Gerade hinsichtlich unseres Jubiläums im nächsten Jahr freuen wir uns, dass der Vertrag nun nochmal verlängert wurde.“

Seit dem Jahr 1600 gibt es die St. Willibrordus Schützenbruderschaft. Folglich heißt es nächstes Jahr im August: 425 Jahre-Jubiläum, inklusive Kaiserschießen. Bis heute wird gelegentlich noch mit der Armbrust geschossen, seit einigen Jahren allerdings, versicherungstechnisch freigegeben, mit Luftdruck, statt mit Spannfeder, Sehne und lose aufgelegtem Bolzen. Sonst schießen die Wardter mit Luftgewehr beziehungsweise Kleinkaliber und sind dabei überregional und sogar bundesweit erfolgreich.

„Wir haben bei uns einen Diozösan-König (Schießwettbewerb der Diozöse Münster) und sogar Bundessieger bei der Bundesmeisterschaft der historischen Deutschen Schützenbruderschaften in der Einzelwertung beziehungsweise 2. und 3. Plätze bei der Mannschaft. Auch die Fahnenschwenker aus Wardt standen vor Jahren beim Bundeswettbewerb ganz oben auf dem Treppchen“, so Magret Willemsen, die selbst auch schon große Wettbewerbe für sich entscheiden konnte.

Der Verein hat knapp 170 Mitglieder, gut 80 davon sehr aktiv bis ins hohe Alter. Allerdings wünscht man sich auch hier mehr Nachwuchs. Bühren: „Bei uns kann jeder Mitglied werden. Neben den Schützen haben wir auch einen eigenen Tambourcorps. Zudem organisieren wir zum Beispiel den St. Martins-Umzug, Nikolausfeiern und engagieren uns darüber hinaus. Und, wie gesagt, wer Lust auf Sportschießen und Wettbewerbe hat, bekommt Einzeltraining von denen, die schon mal Bundesmeister waren.“

Die Schützenbruderschaft und die Firma Hülskens unterzeichneten beide den Vertrag. Foto: privat