Schülergruppe des KvGG am Times Square, New York, bei Nacht. Foto: privat.
19. April 2026 · Kevelaer

Schülergruppe des KvGG unterwegs in den USA

Kevelaerer zu Besuch bei alten Freunden in Abilene

KEVELAER. Der Schüleraustausch zwischen dem Kardinal-von-Galen-Gymnasium in Kevelaer und der Abilene High School im US-Bundesstaat Kansas blickt auf eine mittlerweile über 30-jährige Tradition zurück. Seinen Ursprung fand das Austauschprogramm im Engagement einer Deutschlehrerin der High School in Abilene, die ursprünglich aus Weeze stammte und sich mit großem Einsatz für die transatlantische Begegnung junger Menschen stark machte. Seitdem ist der Austausch ein fester Bestandteil des schulischen Lebens beider Schulen.

Am 20. März machten sich zwölf Schüler sowie die begleitenden Lehrkräfte Carolina Kraft und Jens Auerbach auf den Weg in die Vereinigten Staaten. Die Reise führte zunächst über London nach New York, traditionell der erste Abschnitt des Austauschs. Fünf Tage verbrachte die Gruppe in der pulsierenden Metropole am Hudson River.

Zu den Programmpunkten in New York gehörten unter anderem ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge, der Besuch des One World Trade Centers (WTC1), die Fahrt zur Freiheitsstatue sowie die Erkundungen von Little Italy und Chinatown.

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Hauptquartiers der Vereinten Nationen. Gerade in der heutigen weltpolitischen Lage hinterließ dieser Ort einen nachhaltigen Eindruck bei der Gruppe. „Es ist etwas ganz Besonderes, an dem Ort zu stehen, an dem Weltpolitik gestaltet wird. Gerade in diesen Zeiten macht das die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für die Schüler greifbar“, betonte Jens Auerbach, der als Sozialwissenschaftslehrer diesen Programmpunkt als besonders eindrucksvoll empfand.

Am letzten Tag in New York standen ein Spaziergang auf der High Line sowie ein Besuch in Greenwich Village mit der Besichtigung der Christopher Street auf dem Programm. Der Schüler David Wojs (EF) zeigte sich begeistert von diesem Stadtteil: „Dieser Teil von New York ist nicht zu vergleichen mit dem typischen Trubel in Manhattan Downtown, hier wirkt alles viel persönlicher und entspannter.“

Teilnahme am Schulalltag

Nach einem Zwischenstopp in Washington, bei dem die Gruppe aus der Luft einen Blick auf das Washington Monument werfen konnte, ging die Reise weiter nach Wichita in Kansas. Dort wurde die Gruppe stilecht mit einem amerikanischen Schulbus abgeholt und nach Abilene gebracht, wo die Schüler von ihren Gastfamilien herzlich empfangen wurden.

Der Aufenthalt in Abilene steht traditionell im Zeichen des Eintauchens in den Alltag amerikanischer Familien. Neben gemeinsamen Aktivitäten mit den Gastfamilien besuchten die Schüler auch den regulären Unterricht an der High School. Dadurch erhielten sie wertvolle Einblicke in das amerikanische Bildungssystem. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch einer Salzmine, der bei allen Beteiligten auf großes Interesse stieß.

Die Schülerin Anna Völlings fasste ihre Eindrücke vom Schulalltag in den USA so zusammen: „Das Schulsystem ist nicht mit dem deutschen zu vergleichen. Die Breite der Fächer ist deutlich größer, jedoch vermisse ich die Aktivität des deutschen Unterrichts.“

Der Austausch zeigt eindrucksvoll, wie wichtig internationale Begegnungen für junge Menschen sind. Neben sprachlichen Fähigkeiten erwerben die Schüler vor allem interkulturelle Kompetenzen und persönliche Erfahrungen, die weit über den Unterricht hinausgehen. Schulleiterin Christina Diehr, selbst Englischlehrerin, betont in diesem Zusammenhang: „Ein solcher Austausch ist von unschätzbarem Wert für die persönliche Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler. Interkulturelles Lernen bedeutet, andere Lebensweisen nicht nur kennenzulernen, sondern auch zu verstehen und wertzuschätzen. Gerade hier am Niederrhein ist es etwas ganz Besonderes, eine so langjährige und lebendige Partnerschaft mit einer amerikanischen Schule pflegen zu können.“

„Die Vereinigten Staaten sind für unsere Schülerinnen und Schüler nach dieser Reise nicht mehr nur ein Land auf der Landkarte oder aus den Nachrichten, sondern nun Gesichter und Erinnerungen an unheimlich gastfreundliche Menschen, die diesen Austausch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.“, fasste Caroline Kraft rückblickend zusammen.

Die Schülergruppe des KvGG am Times Square in New York. Foto: privat