Schüler und Politiker erkunden Gocher Radwege-Infrastruktur
5. September 2024 · Goch

Schüler und Politiker erkunden Gocher Radwege-Infrastruktur

GOCH. Eine 14-köpfige Gruppe, bestehend aus Mitgliedern des Gocher Kinder- und Jugendparlaments, der Ratsfraktionen SPD, CDU, BFG, Grünen sowie Sachverständigen der Fachabteilung Bauen und Ordnung, hat sich kürzlich auf den Weg gemacht, um die Stadt einmal aus der Perspektive eines Radfahrers zu erkunden. Vom Marktplatz aus fuhr die Gruppe über die Voßstraße, die für Fahrradfahrer im Rahmen des Miteinanderfahrens befahrbar ist, zur Weezer Straße und weiter zum Gymnasium. Nach jeder Station wurden kurze Pausen eingelegt, um sich über die Eindrücke auszutauschen. Besonders ins Auge gefallen sei der „miserable Zustand“ der Radwege. Diese seien teilweise kaputt, durch Wurzeln beschädigt und wechselten mehrfach ihren Belag. Der nächste Halt führte die Teilnehmer zur Gesamtschule. Hier sei vor allem die errichtete Fahrradstraße bemerkenswert, die allerdings keinen spürbaren Erfolg für die Radfahrer biete. Das Zusammentreffen von Fußgängern, Radfahrern, Autos und Schulbussen könne manchmal recht heikel werden. Nach diesem Austausch setzte die Gruppe ihre Fahrt über den Gocher Ring zur Realschule fort, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die Fahrrad-Ampelanlagen und die dazugehörigen Haltestreifen gelegt wurde. Anschließend ging es weiter zur Hauptschule, der letzten Schule auf der Route. Nach gut zwei Stunden endete die Veranstaltung im Stadtpark bei frischem Wasser und süßem Gebäck. Die Tour habe allen Beteiligten die Augen für die unübersichtliche Rechtslage und die schlechte Qualität der Radwege geöffnet. Es bleibe zu hoffen, dass die gewonnenen Erkenntnisse auf Handlungsbereitschaft treffen. Nur so könne das Fahrrad auch weiterhin ein sicherer und verlässlicher Weg zur Schule sein. Mit großer Spannung wird das nächste Treffen des Umwelt- und Verkehrsausschusses erwartet, bei dem über die Zukunft des Miteinanderfahrens in der Voßstraße diskutiert werden soll. Foto: privat