Schüler aus Goch begeistern bei zweisprachigem Filmwettbewerb
Siegerteams des landesweiten Bilingualen Erklärfilm-Wettbewerbs 2026 ausgezeichnet
NIEDERRHEIN. Fast 100 Teams mit insgesamt rund 300 Schülern von weiterführenden Schulen aus ganz Nordrhein-Westfalen haben ihre Videos für den Bilingualen-Erklärfilm-Wettbewerb ins Rennen geschickt. Der Wettbewerb der Bezirksregierung Düsseldorf wurde zum dritten Mal landesweit ausgeschrieben und vom Ministerium für Schule und Bildung NRW unterstützt.
Den passenden Rahmen für die Auszeichnung der sieben besten Lerngruppen bot das Filmmuseum in Düsseldorf. Dort erwartete die besten Teams der Sekundarstufe I eine Erlebnisführung, die Ausgezeichneten der Sekundarstufe II konnten als Gewinn an einem professionellen Filmworkshop teilnehmen.
Regierungsvizepräsidentin Andrea Rieger war begeistert von den besonderen Leistungen der Teilnehmenden: „Die Schülerinnen und Schüler verbinden für ihre Filme Wissen, Sprache, Kreativität, Technik und Teamwork. Ein Thema verständlich und interessant in zwei Sprachen umzusetzen, ist eine starke Leistung. Der Wettbewerb zeigt, wie innovativ Unterricht an unseren Schulen heute ist. Dafür gilt mein Dank auch den Lehrkräften, die sich täglich engagieren. Mit dem Wettbewerb fördern wir Zukunft, denn wer Mehrsprachigkeit, Fachwissen, Medienkompetenz und Teamfähigkeit mitbringt, ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft.“
Silke Hinz vom zuständigen Referat des Ministeriums für Schule und Bildung sowie Vertreter der Schulabteilung der Bezirksregierung beglückwünschten in Düsseldorf die Sieger und Platzierten. Aufgabe des Wettbewerbs war, ein fachliches Thema – etwa aus dem Biologie- oder Geschichtsunterricht – in einem zweisprachigen, erklärenden Film umzusetzen. Bewertet wurden die Filme in den beiden Wettbewerbskategorien MINT sowie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Für die Kategorie MINT haben neben den Gewinnern noch andere Lerngruppen Filme eingereicht, die aber leider nicht alle Kriterien der Ausschreibung erfüllten und deshalb nicht prämiert werden konnten. Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb war unter anderem, dass der eigenständig produzierte Erklärfilm fachlich korrekt ist und sowohl deutsch als auch die Fremdsprache fachsprachlich richtig eingesetzt wurde.
Die Kriterien voll erfüllt hat beispielsweise das Siegerteam der Sekundarstufe I (Kategorie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften) vom Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg in Neuss. Der Film veranschaulicht auf sehr kreative Weise die Zeit der „Golden Twenties“ und schafft es, den Zuschauer durch authentisches Videomaterial und Musik in die 20er Jahre zu versetzen. Der Siegerfilm in der Sekundarstufe II (Kategorie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften) vom Gymnasium Georgianum in Vreden erläutert anhand äußerst anschaulicher Animationen und klarer Symboliken die verschiedenen Landschaftszonen in Australien. Dank der Unterstützung des Wettbewerbs durch Film+Schule NRW haben alle Gewinnerteams der Sekundarstufe I einen Kinobesuch mit ihrer gesamten Klasse im Rahmen der Schulkinowochen gewonnen.
Bei der Sekundarstufe I – Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, holte sich das Städtische Gymnasium Goch, Kurs 10bcd, Erdkunde den zweiten Platz mit „The global production chain of shoes“ (Suhela Güden, Maja Nizynska und Adelina Torno).
Hintergrund
Im bilingualen Unterricht wird ein Fach wie beispielsweise Geschichte, Erdkunde, Politik oder Biologie in zwei Sprachen ‒ gewählte Fremdsprache und Deutsch ‒ unterrichtet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Fremdsprache. Darüber hinaus ist die Einbindung der jeweiligen Kultur des fremdsprachlichen Raums ein wichtiges Merkmal des bilingualen Sachfachunterrichts. Meist wählen die Schüler Englisch oder Französisch als Fremdsprache im bilingualen Unterricht, es gibt im NRW aber auch Lerngruppen in Niederländisch, Spanisch und Neugriechisch. Der bilinguale Erklärfilm-Wettbewerb eröffnet Schülern die Möglichkeit, ihre fachlichen und fremdsprachlichen Kompetenzen in kreativer Form einzusetzen und ihren besonderen Einsatz im Rahmen des bilingualen Unterrichts sichtbar zu machen.
Das Team des Städtischen Gymnasiums Goch mit Suhela Güden, Maja Nizynska und Adelina Torno. Foto: BR_D