Schüler-App „Rideify“ und ReparierBar ausgezeichnet
Erster Nachhaltigkeitspreis der Stadt Geldern
GELDERN. Mit dem Nachhaltigkeitspreis zeichnet die Stadt Geldern erstmalig lokale Projekte aus, die sich für zukunftsfeste Strukturen einsetzen und das Klima, soziale Verantwortung oder nachhaltiges Wirtschaften fördern. Das alles unter dem Motto: „Deine Stadt. Deine Idee. Deine Chance“. Ins Leben gerufen wurde der Preis auf Initiative der Grünen-Fraktion im Stadtrat. Ausgezeichnet wurden die Mitfahr-App „rideify“ sowie die „ReparierBar“.
Der Nachhaltigkeitspreis ist Teil des integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes (IKKK) der Stadt Geldern. „Das IKKK ist unser Fahrplan für eine klimafreundliche und widerstandsfähige Stadt“, erklärt Janette Heesen vom Bereich Umwelt, Klima, Mobilität der Stadt Geldern. „Er soll dabei helfen, Emissionen zu senken und nachhaltige Strukturen in Geldern zu fördern.“ Zudem verfolge der Plan das Ziel, Geldern bis 2040 klimaneutral zu machen.
Unter 19 Bewerbungen konnten sich am Ende zwei Gewinner durchsetzen. Eine Fachjury hatte alle eingereichten Unterlagen gesichtet und die beiden Gewinner mit viel Sorgfalt ausgewählt.
Schüler-App Rideify
Den ersten Platz belegte das Projektteam des Berufskollegs Geldern im Kreis Kleve mit der innovativen Mitfahr-App „Rideify“. Die App wurde auf Initiative des Schulleiters Andreas Boland maßgeblich von zwei Schülern entwickelt. Sie stellt ein geschlossenes und kostenfreies System dar, mit dem Fahrgemeinschaften innerhalb einer Organisation unkompliziert, sicher und zuverlässig organisiert werden können. Dank kartenbasierter Fahrtenübersichten, detaillierter Routeninformationen sowie individueller CO₂-Statistiken zeigt Rideify anschaulich, welchen Beitrag jede einzelne Fahrt zum Klimaschutz leistet. Bereits während der Pilotphase konnten am Berufskolleg mehrere zehntausend Kilogramm CO₂ eingespart werden. Das Projektteam aus Schülerinnen und Schülern plant, das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro für die Weiterentwicklung der App zu verwenden, um sie künftig auch anderen Schulen und Institutionen zugänglich zu machen.
ReparierBar
Der zweite Platz und ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro geht an die ReparierBar Geldern. Jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat reparieren die Ehrenamtlichen am Ostwall 20 defekte Alltagsgegenstände wie Elektrogeräte, Fahrräder, Haushaltsartikel oder kleinere Möbeln. Die ehrenamtliche Initiative spart Ressourcen, vermeidet Müll und schafft zugleich einen Ort des Austausches, an dem Nachhaltigkeit praktisch und gemeinschaftlich erlebbar wird. Für die wartenden Besitzer der defekten Artikel wird zur Verkürzung der Wartezeit ein Café eingerichtet. Alle Arbeiten werden auf Spendenbasis durchgeführt. Die ReparierBar setzt damit ein klares Zeichen gegen die Wegwerfmentalität.
Sponsoring Unterstützt wird der Nachhaltigkeitspreis von den Stadtwerken Geldern. Geschäftsführerin Jennifer Strücker freut sich, dass der Preis nachhaltige Projekte in Geldern sichtbar macht: „Seit vielen Jahren ist Geldern als ,LandLebenStadt´ bekannt, darf sich zudem seit 2019 ,FairTrade- Town´ nennen. Ein Nachhaltigkeitspreis für jene, die sich im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit engagieren, ist für mich der nächste, logische Schritt, um den achtsamen Umgang mit der Natur und den Ressourcen in unserer schönen Stadt zu fördern.“ Das Thema Nachhaltigkeit genieße bei den Stadtwerken Geldern per se einen hohen Stellenwert, führt sie weiter aus: „Seit Jahrzehnten engagieren wir uns mit voller Kraft an unserem Wasserwerk in Hartefeld für den Trinkwasserschutz, und bereits seit 2021 liefern wir unseren Kundinnen und Kunden ausschließlich 100 Prozent Grünstrom“.
Bewerbung
Auch in diesem Jahr wird der Nachhaltigkeitspreis ausgeschrieben. Bewerbungen sind bis zum 30. Juni möglich. Die Bewerbungsmaterialien können per Video, Foto oder Text digital per E-Mail an umwelt@geldern.de eingereicht werden. Weitere Infos sind auf der Internetseite der Stadt Geldern abrufbar.
Bürgermeister Sven Kaiser (l.) und Jennifer Strücker (r.), Geschäftsführerin der Stadtwerke, gratulierten den Preisträgern des Nachhaltigkeitspreises.Foto: Stadt Geldern/Terhorst