"Personen diskutieren über Regionalexpress RE 10, Treffen zur Verbesserung des Zugverkehrs"
8. April 2026 · Niederrhein

Schienenverkehr im Kreis Kleve unter Druck

Interessengemeinschaft und Politik diskutieren Lösungen für verlässlichen RE 10-Verkehr

KREIS KLEVE. Wer mit dem Zug von Kleve nach Düsseldorf oder umgekehrt fahren möchte, der brauche ein dickes Fell. Denn häufig fahre der Regional Express 10 - kurz RE 10 - gar nicht, verspätet oder falle auf der Strecke aus. Für viele Pendler sei das nicht nur nervig, sondern bisweilen existenzgefährdend. Davon berichteten jetzt Benedikt Prost und Frank Barten von der Interessengemeinschaft IG RE 10 den SPD-Kreistagsfraktionsmitgliedern Jörg Vopersal und Bodo Wißen sowie dem Sachkundigen Bürger Peter Friedmann. „Wir müssen die Sorgen der Pendlerinnen und Pendler ernst nehmen. Ihre Erfahrungsberichte sind wichtig, damit wir in den politischen Gremien das Thema weit oben auf der Tagesordnung behandeln“, erklärt SPD-Kreistagsmitglied Jörg Vopersal. Bodo Wißen, ebenfalls regelmäßig mit der Bahn unterwegs, pflichtet bei: „Wenn Studierende nicht zu ihren Vorlesungen kommen, wenn Auszubildende zu spät an ihrem Ausbildungsplatz erscheinen, wenn Schülerinnen und Schüler nicht zu ihren Fachschulen pendeln können, dann bleibt hier die öffentliche Daseinsvorsorge wortwörtlich auf der Strecke. Die Züge zwischen Kleve und Düsseldorf müssen endlich wieder fahren.“ Wißen weiter: „Viele Menschen sind auf den Schienenpersonennahverkehr angewiesen. Erst recht, wenn durch steigende Benzinpreise auch die Autofahrt immer teurer wird. Wir müssen doch als Staat dafür sorgen können, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verlässlich zu ihrer Arbeit kommen und wieder nach Hause fahren können.“

„Im Moment können wir der IG RE 10 nur einen engen, regelmäßigen Austausch mit uns anbieten. Wo es passt, werden wir die Fragestellungen und Interessen in die entsprechenden Gremien einbringen“, so Peter Friedmann. Ziel müsse es sein, dass der Schienenpersonnennahverkehr zwischen Düsseldorf und Kleve wieder verlässlich werde. „Wir sind überzeugt, dass nur durch enge Zusammenarbeit und regelmäßigen Austausch mit den Betroffenen und Experten Verbesserungen erreicht werden können“, so Vopersal. Die SPD-Kreistagsfraktion Kreis Kleve freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit der IG RE 10 und steht für weitere Gespräche und Maßnahmen zur Verbesserung der RE 10-Verbindung jederzeit zur Verfügung.

Gemeinsamer Austausch zum Thema RE 10. Foto: privat