Spannende Einblicke bieten die Keramiker wieder am zweiten Märzwochenende.Foto: Töpferei Zenke
5. März 2025 · Niederrhein

Schauen, anfassen, staunen

Tag der offenen Töpferei öffnetam 8. und 9. März zum 20. Mal seine Pforten

NIEDERRHEIN. Schon zum 20. Mal findet am zweiten Märzwochenende deutschlandweit der „Tag der offenen Töpferei“ statt. Auch in NRW stehen rund 30 Töpfereien in den Startlöchern, es wird geräumt, geputzt, gedreht, dekoriert und gebrannt, was das Zeug hält, um interessierten Besuchern die Möglichkeit zu geben, am 8. und 9. März in der Zeit von 10 bis 18 Uhr hinter die Kulissen zu schauen.

2006 öffneten Keramiker aus NRW gemeinsam mit Sachsen und Thüringen zum ersten Mal ihre Werkstatt- und Atelier Türen. Über die Jahre kamen weitere Bundesländer dazu und inzwischen präsentieren über 500 professionelle Keramiker aus ganz Deutschland dieses faszinierende Handwerk. In NRW wird das besondere Event ehrenamtlich durch die Keramikerinnung Nordrhein organisiert.

Der „Tag der offenen Tür“ bietet die Möglichkeit, eine enorme Bandbreite an verschiedensten Fertigungstechniken des Töpferhandwerks kennenzulernen. Die Besucher können zum Beispiel dem Freidrehen an der Töpferscheibe zuschauen und durch die Werkstätten geführt werden. Vielerorts gibt es die Möglichkeit, selbst Erfahrungen mit dem Material Ton zu sammeln und der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Besonders spannend ist es, der Vorführung eines Raku-Brandes zuzuschauen, Hitze und Rauch hautnah zu spüren. Die Besucher sind willkommen, sich von der Qualität und der Schönheit keramischer Produkte überzeugen und begeistern zu lassen. Ob Geschirr zum täglichen Gebrauch, künstlerische Einzelstücke, frostfeste Gartenkeramik, exklusiver Schmuck oder experimentell modellierte Skulpturen – handgearbeitete Keramik liegt im Trend.

Es bietet sich an, am 8. und 9. März gleich mehrere Werkstätten zu besuchen. Für NRW gibt es, wie auch in den anderen Bundesländern, einen Flyer mit den Adressen der teilnehmenden Keramiker und ihren jeweiligen Aktionen. Anhand einer Übersichtskarte kann man sich eine individuelle Route zusammenstellen und auf eine keramische Entdeckungsreise gehen. Der Flyer liegt bei den teilnehmenden Töpfereien und einigen Keramikmuseen aus oder lässt sich zudem online unter www.tag-der-offenen-toepferei.de herunterladen.

Teilnehmende Werkstätten im Umkreis sind Peter Covaci in Xanten (Vordrehen und Kindertöpfern), Petra Wolf in Brüggen-Bracht (experimentelle Formgebung mit Ton), Sabine Krispin in Dinslaken (Vordrehen) und Guido Zenke in Aldekerk (Vordrehen, Stelenbau und Spontandrehen für Interessierte).

Spannende Einblicke bieten die Keramiker wieder am zweiten Märzwochenende.Foto: Töpferei Zenke