Sascha van Beek (CDU) holt das Direktmandat für den Wahlkreis Wesel I
Der Alpener setzte sich im Wahlkreis Wesel I mit 34,82 Prozent durch
Allerdings musste sich der 42-Jährige am Sonntagabend etwas länger gedulden. Denn die Auszählung der einzelnen Wahllokale zog sich bis in den Abend hinein hin und zwischen ihm und seinem stärksten Kontrahenten, Kevin Waldeck von der SPD, lagen durchweg nur wenige Prozente. Erst gegen 21 Uhr herrschte Klarheit darüber, dass van Beek in den 21. Deutschen Bundestag einziehen würde. Am Ende lag er mit 34,82 Prozent (58.854 Stimmen) vor Kevin Waldeck mit 28,06 Prozent (47.432 Stimmen ) und Adam Balten (AFD) mit 17,38 Prozent (29.375 Stimmen).
Für Sascha van Beek ging es am Montag um 14 Uhr gleich nach Berlin. „Dort ist mein Terminplan direkt sehr gut gefüllt“, berichtete van Beek. Am Dienstag und Mittwoch erwarten ihn lange Sitzungen mit der CDU-Fraktion. Dort soll natürlich auch das weitere Vorgehen besprochen werden. „Für uns ist nur eine Koalition möglich“, stellte van Beek jedoch direkt klar und meinte damit die Große Koalition bestehend aus CDU/CSU und der SPD. Auch wenn die AfD bundesweit knapp 20 Prozent der Stimmen holte und dabei die zweitstärkste Kraft wurde, sei eine Zusammenarbeit ausgeschlossen. „Das gilt für jeden hier bei uns in der Partei“, betonte van Beek und ergänzte: „Die Parteien in der Mitte müssen nun dafür sorgen, dass die AfD wieder dahin zurückkehrt, wo sie 2021 mit ihren Stimmen war.“ Das gehe freilich nur mit einer guten Politik, die die Menschen wieder abhole.
Dass das nicht einfach werde, sei klar. Dass die SPD, wie am Montag selbst angekündigt, nicht automatisch zur Zusammenarbeit in einer Großen Koalition bereitstünde, sieht van Beek erstmal gelassen. „Ich bin mir sicher, dass die SPD als langjährige Regierungspartei ganz genau weiß, welche Verantwortung sie nun für unser Land auch trägt. Die Partien der Mitte müssen nun zusammenstehen“, sagte van Beek.
Er selbst wolle in den (voraussichtlich) nächsten vier Jahren die Themen des ländlichen Raumes in den Bundestag bringen. „Dazu gehören Sonderthemen wie der Salzbergbau oder das Thema Wolf, die für uns relevant sind“, sagte van Beek. Natürlich seien aber auch die Themen Migration („Das müssen wir nun vernünftig regeln“) und Wirtschaft auch für den Kreis Wesel sehr bedeutsam. „Hier haben wir einen guten Mittelstand. Da dürfen wir die Politik nicht nur auf die ganz großen Unternehmen legen, sondern eben auch auf den Mittelstand“, betonte van Beek. Es brauche eine strukturelle Entlastung, das auch wieder Vertrauen in die Regierung bringe, damit Unternehmen – kleine wie große – wieder in Deutschland investieren würden.
Sabrina PetersSo hat der Wahlkreis Wesel I gewählt
Die Erststimmen:
CDU (Sascha van Beek): 34,82 Prozent, SPD (Kevin Waldeck): 28,06 Prozent, AfD (Adam Balten): 17,38 Prozent, Grüne (Charly Freckmann): 8,16 Prozent, Linke (Manu Bechert): 6,08 Prozent, FDP (Bernd Reuther): 3,62 Prozent, Freie Wähler (Rainer Döge): 1,27 Prozent, Bündnis Deutschland (Dr. Michael Heußen): 0,61 Prozent
Die Zweitstimmen:
CDU: 31,48 Prozent, SPD: 23,18 Prozent, AfD: 17,35 Prozent, Grüne: 9,49 Prozent, Linke: 6,58 Prozent, FDP: 4,25 Prozent, BSW: 3,71 Prozent, Sonstige: 3,85 Prozent
Die Wahlbeteiligung lag bei 83,51 Prozent.
Sascha van Beek (CDU) zieht in den 21. Deutschen Bundestag ein. Foto: Van Beek