Sampras Jesurasa: Pastoralreferent mit neuer Aufgabe
Nach Umzug von Rees nach Moers plant er Gottesdienste außerhalb der Kirche und fördert den Austausch zwischen Religionen.
REES/MOERS. Heimat ist ein Begriff, den Sampras Jesurasa weniger mit einem Ort als mit einem Gefühl verbindet. „Ich bin in den vergangenen Jahren oft umgezogen, daher gibt es für mich nicht die eine Stadt oder das eine Dorf, das ich meine Heimat nennen würde. Aber ich bin gerne dort, wo ich bei anderen Menschen sein kann, wo man Gemeinschaft erlebt“, sagt der 32-Jährige.
Es sind erst wenige Wochen vergangen, seit Jesurasa mit seiner Frau von Rees nach Moers gezogen ist. In der Pfarrei St. Josef sowie dem Pastoralen Raum Kamp-Lintfort-Moers-Neukirchen-Vluyn wird er künftig als Pastoralreferent zum Seelsorgeteam gehören, nachdem sein Vorgänger Michael Tigler nach Geldern gewechselt ist. Bischof Dr. Heiner Wilmer wird Jesurasa am Sonntag, 27. September, in Münster für seinen neuen Dienst beauftragen. In den vergangenen drei Jahren war er als Pastoralassistent in Rees eingesetzt, „das ist eine Zeit, aus der ich viele positive Dinge mitnehmen kann“, blickt Jesurasa zurück.
In Moers freut er sich auf die Begegnung mit vielen unterschiedlichen Menschen, insbesondere der interreligiöse Dialog liegt ihm am Herzen. „Wir können voneinander viel lernen“, ist er sich sicher. Und er möchte Kirche dort gestalten, wo die Menschen sind. „Glaube und Spiritualität hängen nicht von einem bestimmten Ort ab, an dem man ist. Kirche ist ein Ort des sich Sammelns, dazu braucht es nicht immer einen eigenen Kirchturm“, betont der angehende Pastoralreferent. Daher könne er sich gut vorstellen, Gottesdienste auch an anderen Orten als in der Kirche zu feiern. „Ich möchte herausfinden, wie ich neben den klassischen Aufgaben, die ich als Pastoralreferent habe, auch etwas Neues vor Ort gestalten kann“, hat er sich vorgenommen.
Das kennt er bereits aus seiner Zeit in der Jugendkirche in Münster, wo er sich während seines BWL-Studiums in Bielefeld engagiert hatte. „Nach einer Selbstreflexion habe ich das Studium abgebrochen und zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr im zur Jugendkirche gehörenden Café Lenz gemacht. Da wurde die Entscheidung, Pastoralreferent werden zu wollen, konkret“, blickt Jesurasa zurück. Es folgten ein Studium der Angewandten Theologie an der Katholischen Hochschule in Paderborn zu Beginn der Coronazeit und dann die Ausbildung als Pastoralassistent in Rees. Trotz der vielen Ortswechsel wirkt er zufrieden. „Ich glaube, ich bin richtig da, wo ich bin“, sagt der Pastoralreferent schließlich.
Sampras Jesurasa ist von Rees nach Moers gezogen. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Achim Pohl