Saftpressaktion auf dem Kapellener Markt
Nabu-Naturschutzzentrum Gelderland lädt ein
KAPELLEN. Das Nabu-Naturschutzzentrum Gelderland lädt ein zur Saftpressaktion auf dem Kapellener Markt am Donnerstag, 3. Oktober, von 10 bis 17 Uhr.
Streuobstwiesen sind seit jeher ein wichtiger Teil der Landschaft am Niederrhein. Früher stand neben fast jedem Hof ein kleiner Bongard (lokale Form der Streuobstwiesen). Das Obst wurde für die Selbstversorgung als Wintervorräte eingelagert, eingekocht und zu Marmelade verarbeitet. Was früher wichtig war, hat im letzten halben Jahrhundert durch die ständige Verfügbarkeit im Supermarkt an Wertschätzung verloren – so weit, dass heute einiges an Obst auf den heimischen Obstwiesen verdirbt.
Auch nachdem das vom Landschaftsverband Rheinland geförderte Projekt „Ausbau und Sicherung des Streuobstwiesennetzwerks im Südkreis Kleve“ ausgelaufen ist, möchte das Nabu-Naturschutzzentrum Gelderland dazu beitragen die Wertschätzung der Streuobstwiesen zu steigern.
Neben frischem Obst können Streuobstwiesen bei der richtigen Pflege auch einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt sowie dem Arten- und Klimaschutz leisten. Die Obstbäume binden Kohlenstoffdioxid und können bis zu 3.000 Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten. Darunter sind auch seltenere Arten wie der Steinkauz.
Für Streuobstwiesen gilt das Motto „Erhalten durch Aufessen!“. Daher möchte das Nabu-Naturschutzzentrum Gelderland am 3. Oktober einladen, bei der Saftpressaktion mit der Mobilen Saftpresse von Alexander Haaken und seinem Team vorbeizuschauen. Wie gewohnt kann eigenes Obst zu Saft verarbeitet werden. Der Saft wird pasteurisiert und in Fünf-Liter-Bag-in-Box-Saftkartons abgefüllt und ist auch angebrochen bis zu drei Monate haltbar. Das Obst muss frei von Faulstellen, ohne Laub und Äste sowie gewaschen mitgebracht werden.
Um eine Anmeldung wird gebeten, damit die Menge und der zeitliche Ablauf besser koordiniert werden können (Anmeldung unter Streuobst@nz-gelderland.de oder Telefon 02838/ 96544). Man kann aber auch einfach so vorbeikommen und Saft probieren und auch erwerben (nur solange der Vorrat reicht). Am Stand des Naturschutzzentrums Gelderland wird auch zu diversen Themen rund um die Streuobstwiesen informiert.